Archäometrisches Nachrichtenblatt
2004/1

1. April 2004

Herausgegeben von der Gesellschaft für Naturwissenschaftliche Archäologie Archaeometrie

Redaktion:
Prof. Dr. G.A. Wagner, Forschungsstelle Archäometrie der Heidelberger Akademie der Wissenschaften am Max-Planck-Institut für Kernphysik, Pf 103980, 69029 Heidelberg, Fon: 06221 516-289, Fax: -633, g.wagner@mpi-hd.mpg.de

 

Inhalt:

Editorial
Lehraktivitäten an Hochschulen
Tagungskalender
Laufende Forschungsprojekte
Büchertisch
Zeitschriftenbeiträge
Dissertationen
Diplom-, Magister-, Staatsexamensarbeiten
Verschiedenes

Anhang
Fördermöglichkeiten
Studiengänge Archäometrie
Profile

Editorial

 

Liebe GNAA-Mitglieder,

auf der letzten Mitgliederversammlung, die Rahmen der internationalen Konferenz des Verbands der Restauratoren (VDR) "Oberflächenreinigung – Material und Methoden" im Oktober 2003 stattfand, wurde ein neuer Vorstand gewählt, der nach einer administrativ bedingten Übergangsperiode zu Beginn des Jahres 2004 die Geschäfte der GNAA übernahm. Das Protokoll dieser Mitgliederversammlung ist unter <www.archaeometrie.de> unter "downloads" einzusehen. Die Mitglieder des neuen Vorstands wurden schon im der letzten Ausgabe des Archäometrischen Nachrichtenblattes genannt.

Zunächst möchte ich den Mitgliedern des scheidenden Vorstandes Dank und Anerkennung für die geleistete Aufbauarbeit aussprechen. Die GNAA hat sich seit ihrer Gründung gut entwickelt und national wie international Anerkennung gefunden. Sie ist schnell gewachsen und scheint sich jetzt auf einem Mitgliederstand von etwa 160 stabilisiert zu haben. Es wurden interessante Tagungen organisiert, Proceedings veröffentlicht, dieses Nachrichtenblatt etabliert, das sich großer Beliebtheit erfreut, und seit September 2000 ist die GNAA Mitherausgeber der international weit verbreiteten Zeitschrift "Archaeometry". Ich denke, dass sich diese Bilanz sehen lassen kann. Wir werden uns bemühen, diesen Weg weiter zu verfolgen und die Archäometrie in der Wissenschaft und dem öffentlichen Bewusstsein weiter zu verankern.

Ich hatte schon einmal an dieser Stelle formuliert: Im modernen Wissenschaftsbetrieb braucht ein Wissenschaftszweig vier Dinge, um als etabliert zu gelten und damit auch in das System der Forschungsförderung aufgenommen zu werden: Regelmäßige thematische Tagungen, eine Zeitschrift, eine Vereinigung als Sprachrohr und Ansprechpartner und – last not least – auch eine akademische Ausbildung. Ich will sie deshalb der Reihe nach ansprechen und die Aufgaben und Ziele für die kommenden Jahre skizzieren.

Noch vom "alten" Vorstand wurde im Februar 2004 in Brixen zum zweiten Male eine gemeinsame Archäometrietagung mit der Associazione Italiana di Archeometria veranstaltet. Was im Januar 2002 in Bologna mit zunächst wenigen Beiträgen und Teilnehmern aus dem deutschen Sprachraum sozusagen als Experiment begann ist in Brixen in erstaunlicher Weise aufgeblüht. Es gab eine rege Beteiligung nicht nur von mehr als 150 italienischen Teilnehmern sondern auch von mehr als 50 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der Sitzung der GNAA wurden 13 Vorträge gehalten und 7 Poster präsentiert (insgesamt waren es wohl mehr als 50). Die 19 Vorträge (davon 9 von GNAA-Mitgliedern) der Themensitzung mit dem Titel "The linking role of the Alps in past cultures: An archaeometric approach" werden im Jahr 2005 in einem Heft von "Archaeometry" gebündelt erscheinen. Als Gastherausgeber konnten G. Artioli (Milano), R. Krause (Esslingen) und S. Wolf (Fribourg) gewonnen werden. Besonders erfreulich war der vergleichsweise hohe Anteil an Studenten bei dieser Tagung, was nicht zuletzt wohl auf die erschwinglichen Teilnahmegebühren zurückzuführen war, auf die die GNAA gedrängt hatte. Den italienischen Kollegen gebührt Dank für die Schaffung einer ausgesprochen angenehmen und entspannten Atmosphäre.

Die Beiträge für internationale Tagungen sind leider über jedes vernünftige Maß gestiegen und es wird für Studenten und Postdoktoranden immer schwieriger, daran teilzunehmen. Das ist nicht nur bedauerlich sondern für ihre Entwicklung geradezu schädlich. Denn die Präsentation der eigenen Arbeit ist nicht nur wichtig für ihr Fortkommen und das Ansehen ihrer Institution sondern eine ganz wichtige Komponente der Ausbildung, unabhängig davon, ob sie später auf demselben Gebiet oder überhaupt in der Forschung tätig sein werden. Der Vergleich mit anderen Präsentationen, die Diskussion und der Kontakt mit ausländischen Kollegen sind unschätzbare Hilfen für die Selbsteinschätzung und oft Ansporn für Verbesserung und neue Ziele. Aus eigener Anschauung im Iran kann ich gut beurteilen, welche Nachteile eine heranwachsende akademische Generation erfährt, wenn sie von der restlichen Welt abgeschnitten ist.

Nun liegt der Tagungsbeitrag für das internationale Archäometriesymposium in Zaragoza vom 3. bis zum 7. Mai 2004 bei 300 Euro und immerhin noch 150 Euro für Studenten. Das nächste Symposium 2006 wird mit Sicherheit auf einem anderen Kontinent stattfinden mit noch höheren Reisekosten. Das wird für viele unerschwinglich sein. Leider sind wir nicht, wie größere wissenschaftliche Gesellschaften, in der Lage, Reisebeihilfen anzubieten. Deshalb entstand in Brixen spontan die Überlegung, ob man die erfolgreich erprobte Zusammenarbeit zwischen GNAA und AIAr erweitern und alle zwei Jahre eine europäische Archäometrie-tagung mit vergleichsweise geringen Teilnahmekosten veranstalten könnte. Mich würde Ihre Meinung dazu interessieren.

Eine solche europäische Archäometrietagung soll natürlich nicht die nationalen Treffen ersetzen, die in vielen Ländern ohnehin regelmäßig stattfinden, sondern diese alle zwei Jahre bündeln, um auch den jüngeren Teilnehmern ein internationales Forum anzubieten. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auf die nächste Archäometrietagung in Deutschland aufmerksam machen, die zusammen mit den Arbeitskreisen Archäometrie in der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft und der Gesellschaft Deutscher Chemiker in Mannheim stattfinden wird, an dem Ort im Reiss-Engelhorn-Museum, wo vor dreißig Jahren diese Serie begann.

Seit dem Maiheft 2004 beteiligt sich die Associazione Italiana di Archeometria an der Herausgeberschaft von
"Archaeometry". Diese - auch unsere - Zeitschrift hat sich gut entwickelt mit mehr als 800 Abonnenten und darüber hinaus großer Reichweite. Leider gibt es gelegentlich, aber doch zu häufig, Probleme mit der Verteilerfirma, so dass aus unerklärlichen Gründen manche Exemplare unsere Mitglieder nicht erreichen. In solchen Fällen wenden Sie sich bitte an unseren Schriftführer R. Krause oder - haben Sie vielleicht vergessen, Ihre neue Adresse rechtzeitig mitzuteilen? In wenigen Tagen werden wir die Mitgliederverwaltung auf eine neue Softwarebasis stellen. Dann wird es auch möglich sein, sich auf der Internetseite selbst anzumelden (auch für Tagungen). Schauen Sie mal rein - ab Ende April.

Auch das Archäometrische Nachrichtenblatt erfreut sich großer Beliebtheit, wie man allgemein hört, und nimmt an Umfang ständig zu. Es hat sich zwar mittlerweile gut eingespielt, dass zu Beginn von Winter- und Sommersemester dem Redakteur die archäometrischen Lehrveranstaltungen mitgeteilt werden. Dafür vielen Dank an die Beitragenden. Dennoch sind von einigen Universitäten keine Meldungen eingegangen. Ich darf darum bitten, dies gegebenenfalls für die Internetversion nachzuholen. Auch für andere aktuelle Informationen ist dieses Medium natürlich nutzbar. Auch dieses Mal sind unter "Verschiedenes" einige Ankündigungen aufgenommen, auf die ich Sie aufmerksam machen möchte.

Die akademische Ausbildung in Europa befindet sich in einem grundlegenden Umbruch. Viele empfinden dies als Gefahr und Bedrohung aber man sollte die Chancen nicht übersehen. Besonders die kleinen Fächer werden gedrängt, sich zu größeren Einheiten in der Lehre zusammenzufinden und an vielen Universitäten werden derzeit neue Konzepte zur Ausbildung in Archäologie diskutiert. Fast immer spielt dabei auch die naturwissenschaftliche Archäologie eine Rolle. Es liegt nun an uns, Vorschläge für entsprechende Lehrinhalte und Lehrveranstaltungen zu machen. Ich glaube auch, dass eine Position für die GNAA erarbeiten sollten, wie Archäometrie in der Lehre vertreten sein sollte. Vielleicht lässt sich dies auf der nächsten Mitgliederversammlung in Mannheim diskutieren. Bei Interesse und Rückmeldungen an mich kann die Diskussion bereits zuvor über das Internet beginnen, die z.B. unter der Rubrik "Aktuelles" auf der archaeometrie.de Website verfolgt werden könnte.

In der Öffentlichkeit ist Archäologie und Archäometrie seit einiger Zeit "in", wie z.B. die Vortragsveranstaltungen "Hightec für die Vergangenheit" im September 2003 in Mainz und eine weitere Veranstaltung der Union der Akademien der Wissenschaften im Dezember 2003 in Bonn zeigten. Dies wird von den Medien gut aufgenommen; im Dezember 2003 waren bei einer Pressekonferenz über die Himmelsscheibe von Nebra am Berliner Elektronensynchrotron (BESSY) mehr als 70(!) Journalisten anwesend. Nicht umsonst hat der Spektrum-Verlag eine neue Zeitschrift mit dem Titel "Abenteuer Archäologie" gegründet, deren Verlagskonzept die Archäometrie ausdrücklich einschließt. Ich denke, wir sollten diesen Rückenwind nutzen und regelmäßig auch auf unsere Gesellschaft aufmerksam machen. Wir haben ein Plakat produziert, das insofern "zeitlos" ist, als es keine Termine enthält sondern nur auf die Archäometrie und GNAA aufmerksam machen will. Bei Interesse und Bedarf kann dieses bei mir oder beim Schriftführer angefordert werden. Bei der Jahrestagung in Mannheim wird es an GNAA-Mitglieder kostenlos abgegeben werden. Ein ähnlich gestalteter Flyer wird demnächst produziert und kann dann bei Bedarf, z.B. zur Auslage bei Veranstaltungen, ebenfalls angefordert werden.

Ernst Pernicka

Lehraktivitäten an Hochschulen

Basel, Universität, Institut für Prähistorische und Naturwissenschaftliche Archäologie, SS 04, www.unibas.ch/arch/
keine Meldung

Bayreuth, Lehrstuhl Geomorphologie, Universität Bayreuth, SS 04 
L. Zöller, M. Fuchs, U. Hambach: Datierungsmethoden für das Quartär und ihre Anwendung. Seminar / Vorlesung.

Bochum, Ruhr-Universität, Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik, SS 04
Hauptmann, A. , Maresch, V., Prange, M., Schmahl, W.:  Materialanalysen in der Archäometrie V+, 3 SWS
Hauptmann, A.: Archäometallurgie des Kupfers und des Goldes V, 2 SWS

Bonn, Universität, Helmholtz Institut für Strahlen- und Kernphysik, SS04, http://www.iskp.uni-bonn.de/gruppen/mommsen/top.html
Archäometrie, Naturwissenschaftliche Methoden in der Archäologie, Seminar, 2 SWS, Do, 14 - 16, Seminarraum, Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie

Clausthal, Institut für Anorganische und Analytische Chemie, TU Clausthal; SS 2004
Brockner, W.: Archäometrie I: Datierungsmethoden in der Archäometrie (Fortsetzung vom WS 2003/04)
Vorlesung im Studium Generale und im Vertiefungsfach Anorganische Chemie

Frankfurt, Universität, WS 03/04, http://www.rz.uni-frankfurt.de/zsb/stud_ang.htm
keine Meldung

Freiberg TU Bergakademie Freiberg, Institut für Archäometrie, SS 04
Vorlesung "Archäometallurgie", E. Pernicka.
Vorlesung "Organische Materialien", E. Pernicka.
Praktikum "Archäometrische Untersuchungsmethoden", E. Pernicka.
Seminar "Archäometrisches Seminar" (Neuere Arbeiten zur Archäometrie), E. Pernicka, M. Bartelheim

Fribourg/, Schweiz, Universität, WMineralogisches Institut, www.unifr.ch/geoscience/mineralogie, WS 04/05,
8. - 12. 11. 2004 Archäometrie IV (Metallurgie) Dozenten: Lic.phil. Fasnacht, Dr. Serneels
14 - 18. 2. 2005Archäometrie VI (Botanik, Zoologie) Dozenten: Dr.es Brombacher, Deschler-Erb, Hüster-Plogmann, Kühn
7. - 11. 3. 2005 Archäometrie V (Prospektion) Dozenten: Prof. Chapellier, Dr. Gex
Diese Blockkurse finden am Departement für Geowissenschaften, Mineralogie-Petrographie der Universität Freiburg, Schweiz, statt. Zielpublikum: Studierende der Archäologie sowie an Weiterbildung interessierte Personen von Museen und kantonalen archäologischen Diensten. Kosten pro Kurs für Nicht-Studierende: 200.- sFr. Eine detaillierte Dokumentation wird bei Kursbeginn gegen Bezahlung abgegeben. marino.maggetti@unifr.ch

Göttingen, Universität, Institut für Zoologie und Anthropologie, Historische Anthropologie und Humanökologie, SS 04, http://www.anthro.uni-goettingen.de/lehrangebot.html
keine Meldung

Heidelberg, Universität, Max-Planck-Institut für Kernphysik
U.A. Glasmacher, A. Kadereit, G.A. Wagner: Archäometrisches Kolloquium, Di 10-12

London, Institute of Archaeology, UCL, http://www.ucl.ac.uk/archaeology
keine Meldung

Mainz, Universität, Institut für Anthropologie (Humanbiologie), SS 04, www.uni-mainz.de/FB/Biologie/Anthropologie/start.html

Allgemeine und Molekulare Genetik für Anthropologen, Vorlesung; 2 SWS; ECTS: 2; (für HF Magister -Studierende); Mi, 10:15 - 12:00, Hs Anthropologie; Vorbesprechung: 28.4.2004, 10:15 Uhr, Hs Anthropologie, Zischler H.

Evolution des Menschen, Vorlesung; 3 SWS; ECTS: 3; Do, 9:15 - 12:00, Hs Anthropologie; Beginn: 29.4.2004, Henke W., Zischler H.

Prähistorische und Historische Anthropologie, Vorlesung; 1 SWS; ECTS: 1; Mo, 14:15 - 15:00, Hs Anthropologie; Vorbesprechung: 26.4.2004, 14:15 Uhr, Hs Anthropologie, Alt K.W., Kemkes-Grottenthaler A.

Einführung in die Anthropologie, Übung; 2 SWS; Schein; ECTS: 4; Di, 13:15 - 15:00, Hs Anthropologie; Vorbesprechung: 27.4.2004, 13:15 Uhr, Hs Anthropologie Alt K.W.

FI: Methoden der Physischen Anthropologie, Übung; 4 SWS; ben. Schein; ECTS: 8; Do, 13:15 - 17:00, SR Anthropologie; Vorbesprechung: 29.4.2004, 13:15 Uhr, Hs Anthropologie  Alt K.W. mit Kemkes-Grottenthaler A.

FI: Methoden der Molekularen Anthropologie, Übung; 2 SWS; ben. Schein; ECTS: 4; Eingangsklausur; Blockpraktikum 2.8.-13.8.2004; Vorbesprechung: 30.4.2004, 14:00 Uhr, Hs Anthropologie, Alt K.W. mit Burger J., Bramanti B.

Osteologie, Übung; 3 SWS; ben. Schein; ECTS: 6; Mo, 9:15 - 12:00, Hs Anthropologie; Vorbesprechung: 26.4.2004, 9:15 Uhr, Hs Anthropologie, Alt K.W.

Humanbiologische Übung für Lehramtskandidaten, Übung; 4 SWS; Schein; ECTS: 8; Mi, 14:15 - 18:00, Hs Anthropologie; Vorbesprechung und Beginn: 28.4.2004, Henke W.

Demographische Übung, Übung; 2 SWS; Schein; ECTS: 4; Lehrveranstaltung im Studienmodul 'EuroMir'; Do, 14:15 - 16:00, Hs Anthropologie; Vorbesprechung: 29.4.2004, 14:15 Uhr, Hs Anthropologie, Henke W.

Besiedlungsgeschichte Amerikas, Hauptseminar; 2 SWS; interdisziplinäre Veranstaltung; Mo, 15:15 - 17:00, Hs Anthropologie; Vorbesprechung: 26.4.2004, 15:15 Uhr, Hs Anthropologie, Alt K.W., Gronenborn D.

Paläopatholopgie und Epidemiologie, Seminar; 2 SWS; Schein; ECTS: 4; Do, 16:15 - 18:00, Hs Anthropologie; Vorbesprechung: 29.4.2004, 16:15 Uhr, Hs Anthropologie, Henke W.

München, Ludwig-Maximilians Universität, Institut für Allgemeine und Angewandte Geophysik, SS 04,
keine Meldung

Stuttgart, Staatliche Akademie der Bildenden Künste, SS 04
keine Meldung

Tübingen, Universität, Institut für Ur- und Frühgeschichte, Abt. Ältere Urgeschichte und Quartärökologie, SS 04, http://www.uni-tuebingen.de/uni/afa/index.html
S. Riehl: Archäobotanische Übungen I, 2std. (Zeit n.V.)
H.-P. Uerpmann: Einführung in die Archäobiologie, 2 std.,  Di 9 - 11 Uhr
B. Urban, S. Schiegl: Methoden der Phytomikroanalyse an Sedimenten und Böden extremer Klimate (Seminar mit Übungen), 2st. als Blockkurs  (Zeit n.V.)

Wien, VIAS-Vienna Institute for Archaeological Science, SS 04, http://data.univie.ac.at/pers?pkey=9709
keine Meldung

Würzburg, Universität, SS 04
Veranstaltungen aus dem Studienplan der Mineralogie für Studenten der Altertumswissenschaften mit Neigungs- oder Nebenfach Geowissenschaften. Spezielle Archäometrie-Vorlesung erst im WS. Nebenfachstudium Mineralogie für Studenten der Altertumswissenschaften: http://www.uni-wuerzburg.de/mineralogie/schuessler/html/studienberatung.html#Nebenfacharchologie

 

Tagungskalender

13. – 17.04.2004, Greifswald
Hugo Obermeier-Gesellschaft, Jahrestagung
Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität
Schwerpunktthema Geoarchäologie
Kontakt: Dr. Th. Terberger, UFG, Greifswald, Tel. 863243, terberge@uni-greifswald.de

23.04.2004, Erbach i. Odw.
Jahrestagung des International Centre of Ovory Study „Elfenbein und Kunst“
Kontakt: A. Banerjee, Institut für Geowissenschaften, JGU Mainz, Banerjee@mail.uni-mainz.de

3. – 7.05.2004, Zaragoza, Spanien
35th Symposium on Archaeometry http://www.archaeometry2004.info.
Kontakt: J. Perez-Arantegui, Dpto. Química Analítica, Facultad de Ciencias. Edificio D. 1ª planta, Universidad de Zaragoza. 50009 Zaragoza (Spain), Tel: 34 976 76 22 55;  Fax: 34 976 76 12 92; jparante@unizar.es

22.- 23.05.2004, Tübingen.

Eastern Mediterranean/ Near Eastern Geoarchaeology Meeting
Conference committee: Nicholas Conard, Katleen Deckers, Markus Fuchs, Paul Goldberg and Solveig Schiegl

Kontakt: M. Fuchs, Fachgruppe Geowissenschaften, Lehrstuhl Geomorphologie, Universität Bayreuth, , D-95440 Bayreuth, Fon:   ++49 (0)921 552267, Fax:   ++49 (0)921 552314,  markus.fuchs@uni-bayreuth.de

1. – 5.06.2004, Amberg
77. Verbandstagung des West- und Süddeutschen Verbands für Altertumsforschung
Kontakt: West- und Süddeutscher Verband für Altertumsforschung c/o Reiss-Engelhorn-Museen, Zeughaus C5, 68159 Mannheim

20. – 28.08.2004, Florenz, Italien
32nd International GeologicalCongress, Symposium Session T-16.01 "Geoarchaeometry: geomaterials in cultural heritage", http://www.32igc.org
Kontakt: M. Maggetti, marino.maggetti@unifr.ch

22. –27.08.2004, Antwerpen
European Congress of Microscopy, a session dedicated to "Microscopy in Art and Archaeology" will be held .
(see: http://www.emc2004.be)
Kontakt: Prof. B.G. Brunetti, Dipartimento di Chimica, Universita' di Perugia, Via Elce di Sotto 8, 06123 Perugia – Italy, Tel.
+390755855509 (...08), Fax. +390755855606

5. – 8.09.2004, München
International Aerial Archaeology Conference ‚Aerial Archaeology – European Advances’
Kontakt: Dr. J. Fassbinder, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, joerg.fassbinder@blfd.bayern.de

16. – 18.09.2004, Dubrovnik, Kroatien

THE BEST IN HERITAGE is a major international forum which provides a promotional spotlight on the most professionally creative and educational heritage developments all over the world. It is a unique gathering of heritage expertise and international exchange of ideas. The gathering provides an international platform of promotion for the most innovative and successful heritage developments internationally. The projects presented are representative of the best work in museums, art galleries, landscape interpretation, historic buildings, communication, presentation and publication.
Kontakt: Prof. Dr. Tomislav Sola, The Best in Heritage, Kresimirov trg 7, HR-10 000 Zagreb, Croatia, Tel/fax : +38514550424, Mob. phone : +385 (0)98468158, http://www.TheBestInHeritage.com, info@thebestinheritage.com

20. – 26.09.2004 Adana, Türkei
12th International Meeting on Soil Micromorphology, http://ziraat.cu.edu.tr/imm/
Kontakt: Prof. Dr. Selim Kapur, Departments of Soil Science and Archaeometry, University of Cukurova, Balcali, 01330, Adana –Turkey, e-mail: kapur@cu.edu.tr, tel.
+90 322 338 60 84-89 / 2220_2692, fax: +90 322 338 66 43

6. - 9.10. 2004, Mannheim
Archäometrie und Denkmalpflege 2004
Jahrestagung des Arbeitskreises Archäometrie und Denkmalpflege der DMG, des Arbeitskreises Archäometrie der GDCh und der Gesellschaft für Naturwissenschaftliche Archäologie – Archaeometrie (GNAA) in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim
Kontakt: Vor-Ort-Organisation: ernst.pernicka@am.tu-freiberg.de
Allgemeine Organisation (Anmeldung, Tagungsbeiträge, Tagungsband etc): uli.schuessler@mail.uni-wuerzburg.de
Aktuelle Informationen zur Tagung finden Sie außerdem auf den Webseiten der Veranstalter, http://www.uni-wuerzburg.de/mineralogie/schuessler/arbeitskreis/index.html,
http://www.archaeometrie.de/, http://www.ak-archaeometrie.de/archaeometrie/index.html,
Informationen zum Tagungsort finden Sie unter http://web.mannheim.de/museen-archiv/reiss-engelhorn-museen/index.de.htm, www.mannheim.de

5. – 7.11.2004, Trebgast
10. Lumineszenz- und ESR-Datierungskolloquium
Kontakt: M. Fuchs, Fachgruppe Geowissenschaften, Lehrstuhl Geomorphologie, Universität Bayreuth, , D-95440 Bayreuth, Fon:   ++49 (0)921 552267, Fax:   ++49 (0)921 552314,  markus.fuchs@uni-bayreuth.de

21. – 23.10.2004, Hannover
Jahrestagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung
Information: Dr. G. Isenberg, Westfälisches Museum für Archäologie, Rothenberg 30, 48143 Münster, Fon 0251 5907-286, Fax –211

3. – 5.11.2004, Wien
Archäologie und Computer
Kontakt: W. Börner, Magistrat der Stadt Wien, Magistratsabteilung 7 – Kultur, Referat "Kulturelles Erbe" – Stadtarchäologie, Friedrich-Schmidt-Platz 5/1, A-1080 Wien,
Tel. 0043(0)14000 81176, Fax: 0043 (0)1 4000 99 81177 kongrarchae@m07.magwien.gv.at, http://www.wien.gv.at/archaeologie/workshop/index.htm

10. – 12.11.2004, Berlin
EVA 2004 Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie
Staatl. Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, Kulturforum Potsdamer Platz
Kontakt: K. Geissler, GFaI e.V., Rudower Chaussee 30, 12489 Berlin, geissler@gfai.de, www.eva-berlin.de

16. - 19.02. 2005 Ljubljana
Conservation and Restoration Today
Kontakt: Nada Madzarac, Museum of Modern Art

4. – 8.04.2005 Frankfurt/Oder
5. Deutscher Archäologenkongress
Hörsaalgebäude der Europa-Universität Viadrina
Information: Dr. G. Wetzel, Wünsdorfer Platz 4-5, 15838 Wünsdorf, Guenter.Wetzel@BLDAM.Brandenburg.de.

28. – 30.04.2005, London
Metallurgy – a touchstone for cross-cultural interaction,
The British Museum, Dept. of Conservation, Documentation nad Scienc
Kontakt: Susan La Niece, Ian Freestone, Duncan Hook, Janet Lang,  Nigel Meeks, Scientific Research, The British Museum, London WC1B 3DG, UK, slaniece@thebritishmuseum.ac.uk

15. 19.05.2005, Lecce, Italien
8th International Conference on “Non-Destructive Testing and Microanalysis for the Diagnostics and Conservation of the Cultural and Environmental Heritage”
Kontakt: Concetto Parisi CP 30050 – RM 47, I-00100 Rom, art2005@beniculturali.it, http://www.dsm.unile.it/art05

21. – 25.09. 2005, Wien
6th International Congress on Lasers in the Conservation of Artworks, LACONA VI,
Kontakt: Congress Secretariat, LACONA VI, Amtswerkstätten für Kunstdenkmale Bundesdenkmalamt,  Arsenal Objekt 15 Tor 4, A-1030 Vienna, Austria, Tel.: +43 (0) 1 7982146 37
Fax.:+43 (0) 1 7982146 49, e.mail: office@lacona6.at, homepage: www.lacona6.at (ailable April/May 2004)

Laufende Forschungsprojekte

Datierung

Nasca: Entwicklung und Adaption archäometrischer Techniken zur Erforschung der Kulturgeschichte – Chronometrischer Teil (S. Greilich, B. Kromer, I. Unkel, G.A. Wagner/Heidelberg), BMBF-NTG gefördert

Genese und Geochronologie mittel- bis spätquartärer litoraler Sedimente an den Küsten Süditaliens: Lumineszenzdatierungen und sedimentologisch-mineralogische Untersuchungen“ (H. Brückner, A. Zander, Universität Marburg, A. Fülling, Universität Frankfurt), DFG-gefördert (http://www.uni-marburg.de/geographie/HPGeo/einrichtungen/Geolabor/chronolunt_strandterrassen_sueditalien.htm).

Küstenmorphologische Untersuchungen als Beitrag zur Deglaziationsgeschichte des Andréelandes, Spitzbergen, im Spätglazial und Holozän. (Verbundprojekt SPE 99 mit Kollegen von sechs anderen deutschen Universitäten; H. Brückner, E. Zippel, Universität Marburg), DFG-gefördert.

Al Madam Projekt, Sharjah/V.A.R. - Chronometrischer Teil. (B. Kromer, G.A. Wagner/Heidelberg & H.-P. Uerpmann/Tübingen.

Geoarchäologie

Al Madam Projekt, Sharjah/V.A.R. - Geoarchäologischer Teil. (B. Kromer, G.A. Wagner/Heidelberg & H.-P. Uerpmann/Tübingen.

Nasca: Entwicklung und Adaption archäometrischer Techniken zur Erforschung der Kulturgeschichte – Geoarchäologischer Teil (B. Eitel, B. Mächtle, G. Schukraft, U.A. Glasmacher, A. Kadereit, B. Kromer, I. Unkel, G.A. Wagner/Heidelberg), BMBF-NTG gefördert

P. Goldberg, S. Schiegl & N. J. Conard: Mikromorphologie des Hohle Fels bei Schelklingen, Schwäbische Alb;  Goldberg & Conard: Mikromorphologie des Geienklösterles bei Blaubeuren, Schwäbische Alb;

P. Goldberg & N. J. Conard: Mikromorphologie von Baaz (epipaläolithisch, Syrien)

S. Schiegl: Geoarchologie von Sibudu, südafrikanische Middle Stone Age-Fundstelle (Mineralogie, Mikromorphologie, Phytolithenanlysen, organische Petrologie in Zusammenarbeit mit Dr. Bertand Ligouis, LAOP Tübingen  (www.laop-consult.de)

K. Deckers: Interaktionen zwischen Menschen und ihrer Umwelt in Nordost-Syrien: eine geoarchäologische und anthrakologische Annäherung.

Oman: Oasenbewirtschaftung, Paläoklima und Morphodynamik im Holozän (A. Bürkert, M. Fuchs,) – DFG gefördert

S-Afrika: Chronostratigraphie paläolithischer Fundplätze in Geelbek / S-Afrika (N. Conard, M. Fuchs, P. Felix-Henningsen) - DFG-gefördert.

Türkei: Geoarchäologische Untersuchungen in Phrygien / Türkei - Rekonstruktion anthropogen bedingter Landschaftsveränderungen. (M.Fuchs, P. Lampe) – DFG gefördert.

Oberfranken: Kolluviendatierung als Schlüssel zur Rekonstruktion anthropogener Landschaftsnutzung seit dem Neolithikum in Oberfranken (M.Fuchs) – Gefördert durch die Oberfrankenstiftung.

Sr-Isotopenanalyse - Studien zum Potential einer naturwissenschaftlichen Methode zur Erfassung von Mobilität in der Ur- und Frühgeschichte. C. Knipper, Ur- und Frühgeschichte/Tübingen.

Taphonomie der Aurignacienhorizonte des Geißenklösterles (Achtal, Schwäbische Alb). G. Dippon, Ur- und Frühgeschichte/Tübingen.

Geoarchäologische Untersuchungen in der Sumererstadt Uruk, Südirak, und ihrer Umgebung“ (H. Brückner), gefördert durch das DAI Berlin

Geoarchäologische, sedimentologische und morphodynamische Untersuchungen im Mündungsgebiet des Großen Mäanders, Westtürkei (H. Brückner, M. Müllenhoff, M. Handl, Marburg), DFG-gefördert (http://www.uni-marburg.de/geographie/HPGeo/einrichtungen/Geolabor/tuerkeiprojekt.html)

Holozäne Landschaftsgenese im Einzugsgebiet des oberen Dnister unter besonderer Berücksichtigung der fluvialen Dynamik und der Humaninfluenz (H. Brückner, M. Huhmann/Marburg), BMBF-UNESCO-gef. (http://www.uni-marburg.de/geographie/HPGeo/forschung/Ukraine/Haupt.htm, http://www.dnister.de).

Keramik

Neutronenaktivierungsanalysen (NAA) zur Herkunftsbestimmung von ausgewählten Stücken aus Grabungen, bes. a) im Rheinland und Sachsen und benachbarter Gebiete (röm. Keramik, Steinzeug) und b) im Mittelmeerraum (mykenische, hellenistische Keramik) (H.Mommsen/Bonn)

Römische Baukeramik und Ziegelstempel ((J. Dolata / siehe Profile / LfD Mainz, G. Schneider, H.G. Bartel, H.J, Mucha, B. Paz und C. Swart / Berlin, M.Daszkiewicz / Warschau, G. Klein und J. Brandt / Höhr-Grenzhausen)

Geochemische Untersuchungen an mittelalterlichem Steinzeug (Th. Schifer/Freiberg) Doktorarbeit

Geochemische und mineralogische Klassifizierung von Keramik vom Tell Zera’a, Jordanien (D. Vieweger, Wuppertal/W. Auge, Wuppertal/A. Hauptmann, Bochum)

Modellhafte Anwendung der Laserstrahltechnologie zur Reinigung von national wertvollen umweltgeschädigten Kulturgütern aus Metall: Ansprechpartner P. Mottner, Fraunhofer ISC (gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt)

Entwicklung von modellhaften Restaurierungsmethoden für umweltgeschädigte glasierte Ziegel und Terakotten an national bedeutenden Kulturdenkmalen Norddeutschlands: Ansprechpartner H.-J. Schwarz, Norddeutsches Zentrum für Materialkunde von Kulturgut e.V. (ZMK), Hannover oder P. Mottner, Fraunhofer ISC (gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt)

Erarbeitung von modellhaften Aufbewahrungsbedingungen und Restaurierungsmethoden für stark umweltgefährdete archäologische Gläser national bedeutender Sammlungen: Ansprechpartner H. Römich, Fraunhofer ISC (gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt)

Archäokeramologische Auswertung der Keramikfunde vom Neolithikum bis in die christliche Periode in der Region des 4. Katarakts, Sudan (M. Daszkiewicz/ siehe Profile/ARCHEA/Warschau, E. Kolosowska u. H. Paner/Gdansk, G. Schneider/Berlin), gefördert vom Archäologischen Museum, Gdansk

Klassifizierung von Keramik aus Teotihuacan (M. Daszkiewicz/ siehe Profile/ARCHEA/Warschau, S.Lopez Varela/Mexico, S. Sugiyama/Japan, G. Schneider/Berlin)

Chemische, mineralogische und technologische Untersuchung von Keramik, Steinobjekten und Schmuckperlen des 3. Jt.v.Chr. von Tell Bia, Syrien (M. Daszkiewicz/ siehe Profile/ARCHEA/Warschau, G. Schneider u. P. Miglus/Berlin), DFG gefördert

Referenzgruppen für römische Keramik in Germanien (G. Schneider/Berlin, B. Liesen/Xanten, S. Biegert/Frankfurt u.a.)

Lokalisierung von Werkstätten gestempelter italischer Sigillata: Funde aus Dangstetten u.a. (G. Schneider/Berlin, M. Daszkiewicz/Warschau, K. Roth-Rubi/Bern u.a.), DFG gefördert

Klassifizierung von lokaler Keramik und vernice nera von Aquileia, Nord-Italien (G. Schneider/Berlin, M. Daszkiewicz/Warschau)

Glas/ Obsidian

Analytische Untersuchungen an Obsidianartefakten aus Loryma/Türkei mit Hilfe der Elektronenstrahl-Mikrosonde und der Laserablations-ICP-Massenspektrometrie (Brätz/Würzburg, Gerber/Heidelberg, Held/Würzburg, Schüssler/Würzburg).

Mittelalterliche Glasproduktion im nördlichen Reinhardswald (Recker/Wiesbaden, Schüssler/Würzburg)

Mittelalterliche Glasproduktion in Glashütten/Taunus (Steppuhn/Kiel, Berg/Glashütten, Schüssler/Würzburg, Christensen/Würzburg)

Geochemische Charakterisierung von Obsidianvorkommen in Armenien (K. Kasper, E. Pernicka/ Freiberg).

Sonstige Materialien

Raman- und IR-spektroskopische Untersuchungen/Charakterisierungen von mittelalterlichen weißen und gefärbten Putz- und Mörtelmaterialien aus Stadtgrabungen in Goslar und Braunschweig (in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. H. Rötting M.A., Braunschweig, Wolfenbüttel).

Mineralogische und chemische Zusammensetzung altneolithischer Steinbeile in Mitteleuropa (Christensen/Würzburg, Petrasch/Tübingen, Ramminger/Frankfurt, Schüssler/Würzburg u.a.)

Kohlenstoffisotopie und Röntgendiffraktometrie von archäologisch relevanten Kalksamen (S. Mittmann, K. Pustovoytov, S. Riehl, Tübingen), BMBF-NTG gefördert

Großbauten des römischen Mainz: Drususstein – Bühnentheater – Rheinbrücke – Aquädukt (G. Rupprecht und J. Dolata/ siehe Profile/LfD/Mainz)

Metallurgie

Fortlaufende Untersuchungen archäometallurgischer Funde (vorallem Metalle und Schlacken; 11./12. Jh.) der Grabung Riefenbach (nahe Bad Harzburg, Harz) im Hinblick auf die Verhüttungsprozesse und die Erzherkunft. (L. Klappauf/Goslar, W. Brockner und Ü. Olgay/ Clausthal). 

Untersuchung/Charakterisierung archäometallurgischer Funde (Erze, Metalle, Schlacken) der Grabung Schnapsweg (in der Nähe der Innerste-Talsperre). (L. Klappauf/Goslar, W. Brockner und Th. Bolek/Clausthal).

Archäometallurgische Studien zur frühen Eisengewinnung und –verarbeitung in Jordanien (Y. Al-Amri/University of Irbid, Jordanien, A. Hauptmann/ Bochum). DAAD-Stipendium

Archäometallurgie und Montanarchäologie in Georgien (I. Gambaschidze, I. Dschaparidze/Tbilissi, A. Hauptmann, M. Prange, Th. Stöllner, Ü. YalcinBochum). Unterstützt von der VolkswagenStiftung

Gefügekundliche Untersuchungen an ausgewähltem Silberschmuck des sog. „Schatzfundes vom Fuchsenhof“ (SG Freistadt, Oberösterreich; etwa 13. Jh. n. Chr.) zur Klärung der Be- und Verarbeitungstechniken. (S. Kaufmann & W. Brockner/Clausthal und B. Prokisch/Linz), partielle Finanzierung durch Drittmittel.

Prähistorische Kupfermetallurgie in Zambujal (Portugal): Von der Erzlagerstätte zum Fertigprodukt (H. Parzinger/ Berlin, M. Kunst/ Madrid, M. Bartelheim, R. Müller/ Freiberg, G. Goldenberg/ Freiburg, unterstützt von der DFG)

Copper metallurgy in Late Bronze Age urban settlements at Cyprus (A. Hauptmann, R. Maddin, J. Muhly, V. Kassianidou), unterstützt von INSTAP

Frühe Bleigewinnung in Westfalen und im Rheinland (A. Baumann, M. Bode, A. Hauptmann, M. Prange)

Untersuchungen zur prähistorischen Buntmetallgewinnung im Zentraliran mit geochemischen Methoden. (Z. Hezarkhani, M. Schreiner, E. Pernicka, R. Heimann/ Freiberg, H. Parzinger/ Berlin, T. Stöllner, G. Weisgerber/Bochum, unterstützt von der DFG).

Geochemische Untersuchungen zur prähistorischen Buntmetallgewinnung in den Ostalpen (B. Höppner, E. Pernicka/Freiberg).

Die prähistorische Siedlung im Bergbaurevier von Bartholomäberg im Montafon (Vorarlberg, Österreich). R. Krause/Berlin, K. Oeggl/Innsbruck, E. Pernicka/Freiberg. Ausgrabung, Vegetationsgeschichte, Archäometallurgie; unterstützt von der Gemeinde Bartholomäberg und vom Land Vorarlberg.

Eisenverarbeitung im Oppidum von Manching: Modellversuch einer Ressourcen-Rekonstruktion. (R. Schwab, E. Pernicka/Freiberg) Doktorarbeit.

Frühe Kupfergewinnung in Armenien (K. Meliksetian/Erivan, C. Chataigner/Lyon, E. Pernicka/Freiberg), EU-Projekt

Archäometallurgische Untersuchungen an und zum Hortfund von Nebra (E. Pernicka/Freiberg, H. Meller, C.-H. Wunderlich/Halle)

Umweltarchäologie

Schwermetall-Altlasten aus merowingischer und karolingischer Zeit im Silberbergbaugebiet bei Melle, Deux Sèvres, Frankreich (M. Wachsmann, P. Horn, S. Hölzl/München, A. Rossmann/ Schweitenkirchen)

Verbreitungspfade und Verbleib der kriegsbedingten Biosphärenkontaminationen in ehemaligen Frontabschnitten des Dolomitenkrieges 1915 1917 (S. Kuny, P. Horn/ München)

Paläoumweltentwicklung der Kanaren und Nordwest-Afrikas vor allem auch die (prä-)historische Bodenerosion auf Lanzarote seit dem Neolithikum. Es werden noch Paläobotaniker und Archäologen zur Mitarbeit gesucht, die sich für die Region und die Fragestellungen interessieren. L. Zöller/ Bayreuth

Büchertisch
(Neuerscheinungen der letzten zwei Jahre)

Accademia Nazionale dei Lincei (ed.) Archaeometry in Europe in the Third Millennium, Contributi del Centro Linceo Interdisciplinare No. 105, Roma 2002, 243 p.

G. Alper: „Johanneser Kurhaus“; ein mittelalterlicher Blei-/Silbergewinnungsplatz bei Clausthal-Zellerfeld im Oberharz. Materialhefte zur Ur- und Frühgeschichte Niedersachsens; Bd. 32. Zugl.: Universtät Bamberg, Dissertation 2003. Verlag Marie Leidorf GmbH, Rahden / Westf. 2003. (ISBN 3-89646-965-7). 574 S.

Archaeometallurgy in Europe, Vol. 1, 2. Proceedings of the International Conference, Milano. Associazione Italiana di Metallurgia, Milano 2003

Bartelheim, M., E. Pernicka, R. Krause (Hrsg.): Die Anfänge der Metallurgie in der Alten Welt/The Beginnings of Metallurgy in the Old World, Forschungen zur Archäometrie und Altertumswissenschaft 1, Verlag Marie Leidorf, Rahden, 2002, 15-24. ISBN 3-89646-871-5, ISSN 1610-5621

Bassiakos I., Aloupi E. & Facorellis Y. (ed.) Archaeometry issues in Greek Prehistory and Antiquity, Hellenic Society of Archaeometry, Athen 2002, 828 p.

D’Amico, C. (ed.) Atti del II Congresso Nazionale di Archeometrie, Patron Editore, Bologna 2002, 750 p.

Fansa M. und S. Wolfram (Hrsg.): Müll – Facetten von der Steinzeit bis zum Gelben Sack. Landesmuseum für Natur und Mensch Oldenburg, Heft 27. Philipp von Zabern, Mainz 2003. (ISBN 3-8053-3284-X). 263 S.

Fleckinger, A. (Hrsg.), Die Gletschermumie aus der Kupferzeit. Schriften d. Südtiroler Archäologiemuseums 3,. Bozen 2003

Garrison E.G.: Techniques in Archaeological Geology. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York 2003, 304 p.

Grupe, G. & Peters, J. (Hrsg.): Decyphering Ancient Bones. Verlag Marie Leidorf, Rahden/Westf. 2003, 284 S.

Hickmann, E., Kilmer, A.D. & Eichmann, R.: Studien zur Musikarchäologie III, Verlag Marie Leidorf, Rahden, 2002, 664 S.

Kilikoglou, V. Hein, A. & Maniatis, Y. (eds.): Modern Trends in Scientific Studies on Ancient Ceramics Papers presented at the 5th European Meeting on Ancient Ceramics, Athens 1999, BAR International Series 1011, 2002

Krause, R.: Studien zur kupfer- und frühbronzezeitlichen Metallurgie zwischen Karpatenbecken und Ostsee. Vorgeschichtliche Forschungen 24, Verlag Marie Leidorf, Rahden/Westf. 2003, 338 S., 240 Abb., 1 CD-ROM, engl. und franz. Zusammenfassungen, ISBN 3-89646-506-6, 71,50 Euro

Lang, J. & Craddock, P.T. (eds.): Mining and Metal Production through the Ages. British Museum Press, London 2003, 336 S., 65,00 GBP.

Metten, B.: (2003) Beitrag zur spätbronzezeitlichen Kupfermetallurgie im Trentino (Südalpen) im Vergleich mit anderen prähistorischen Kupferschlacken aus dem Alpenraum. Metalla 10, Heft 1,2, 1-122.

Pietsch, A., Lösemittel - Ein Leitfaden für die restauratorische Praxis, (VDR-Schriftenreihe zur Restaurierung Bd.7), Theiss-Verlag Stuttgart 2002, EUR 32.

Rapp G.: Archaeomineralogy. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York 2002, 326 p.

Scott, D.: Copper and Bronze in Art. Corrosion, Colorants, Conservation. Getty Publications, Los Angeles 2002

Stöllner, Th., Körlin, G., Steffens, G. & Cierny, J. (Hrsg.): Man and Mining – Mensch und Bergbau. Studies in honour of Gerd Weisgerber on occasion of his 65th birthday. Der Anschnitt, Beiheft 16, Deutsches Bergbau-Museum Bochum 2003, 546 p.

Wagner, G.A., Pernicka, E. & Uerpmann H.-P. (eds): Troia and the Troad: Scientific Approaches. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York 2003, 448 p.

Wedepohl, H. A.: Glas in Antike und Mittelalter. Schweitzerbart, Stuttgart, 2003, 227. S.

Yalcin, Ü. (Hrsg.): Anatolian Metal II. Der Anschnitt, Beiheft 15, Deutsches Bergbau-Museum, 2002

Zeitschriftenbeiträge
(letzte zwei Jahre)

Schiegl, S., Goldberg, G., Pfretzschner, H.-U.  & Conard, N.J. (2003). Paleolithic burnt bone horizons from the Swabian Jura: distinguishing between  in situ fireplaces and dumping areas. Geoarchaeology 18 (5), 541-565. 

Schiegl, S.  2004. Naturwissenschaftliche Untersuchungen zum Brennmaterial: Phytolithenanalyse. In:  S. Frommer & Kottmann, A. Die Glashütte Glaswasen im Schönbuch. Produktionsprozesse, Infrastruktur und Arbeitsalltag eines spätmittelalterlichen Betriebs. Tübinger Forschungen zur historischen Archäologie, Bd. 1,  Büchenbach, Appendix.

Goldberg, P., Schiegl, S.,  Meligne, K., Dayton, C. & Conard, N.J. (2003). Micromorphology and site formation at Hohle Fels cave, Swabian Jura, Germany. Eiszeitalter und Gegenwart 53, 1-25.

Fuchs, M., Lang, A. & Wagner, G.A. 2004: The History of Holocene soil erosion in the Phlious Basin, NE-Peloponnese, Greece, provided by optical dating. The Holocene 14,3.

J. Dolata / H.-G. Bartel / H.-J. Mucha, Statistische Untersuchung zur Aufklärung der Binnenstruktur römischer Ziegelproduktion von Frankfurt-Nied. In: O. Hahn / Chr. Goedicke / R. Fuchs / I. Horn (Hrsg.), Archäometrie und Denkmalpflege. Kurzberichte 2003 (Berlin 2003) 40-42.

H.-G. Bartel / H.-J. Mucha / J. Dolata, Über eine Modifikation eines graphentheoretisch basierten partitionierenden Verfahrens der Clusteranalyse. MATCH communications in mathematical and in computer chemistry 48, 2003, 209-223.

J. Dolata, Inventarisation und Forschung zu archäologischem Quellenmaterial: Römische Ziegelstempel aus Mainz ­ Erreichtes und Perspektiven. Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz 52-56, 1997-2001 [2003], 488-494.

H.-J. Mucha / H.-G. Bartel / J. Dolata, Core-Based Clustering Techniques. In: M. Schader / W. Gaul / M. Vichi (Hrsg.), Between Data Science and Applied Data Analysis. Studies in Classification, Data Analysis, and Knowledge Organization. Proceedings of the 26th Annual Conference of the Gesellschaft für Klassifikation, University of Mannheim, July 22-24, 2002 (Berlin / Heidelberg / New York 2003) 74-82.

B. Paz / C. Swart, Elementanalyse in der Archäometrie mit einem ICP-MS-Quadrupolspektrometer. In: J. Vogl (Hrsg.), 6. Symposium: Massenspektrometrische Verfahren der Elementspurenanalyse zusammen mit dem 18. ICP-MS Anwendertreffen ­ EUROLAB (Berlin 2003) 26.

U. Ehmig, Die Amphoren vom Kastell Kleiner Feldberg. Mit einem Beitrag von J. Dolata, Gestempelte Ziegel als Referenzmaterial für Rheinzabern und Worms. Saalburg-Jahrb. 51, 2001 [2003], 37-78.

J. Dolata / H.-J. Mucha / H.-G. Bartel, Archäologische und mathematisch-statistische Neuordnung der Orte römischer Baukeramikherstellung im nördlichen Obergermanien. In: B. Liesen / U. Brandl (Hrsg.), Römische Keramik. Herstellung und Handel. Kolloquium Xanten, 15. -17. 6. 2000. = Xantener Berichte 13 (2003) 381-409.

Begemann, F., Schmitt-Strecker, S., Pernicka, E. (2003): Besik-Yassitepe (Troia): On the composition and provenance of its metal finds. In: G. A. Wagner, E. Pernicka, H.-P. Uerpmann (eds.): Troia and its environment: a scientific approach. Springer Verlag., 173-201

Bode, M., Baumann, A., Hauptmann, A., Mezger, K. & Prange, M.: Geochemical and lead isotope investigations for lead production in Roman times in the Rhineland and in Westphalia (Germany). In: Archaeometallurgy in Europe. Proc. Internat. Conference, Milano 2003, 201-209.

Bourgarit, D., Mille, B., Prange, M., Hauptmann. A. & Ambert, P.: Chalcolithic fahlore smelting at Cabrières: reconstruction of smelting processes by archaeometallurgical finds. In: Archaeometallurgy in Europe. Proc. Internat. Conference, Milano 2003, 431-440.

Brinker, B., Schüssler, U. (2003): Spätmittelalterliche Glasproduktion im Schönbuch bei Tübingen. Zur Mineralogie und chemischen Zusammensetzung der Ofenbauten, Schmelztiegel, Glasreste und Glasfritten. – In: P. Steppuhn (Hrsg.), Glashütten im Gespräch, Schmidt-Römhild Verlag Lübeck: 39-45.

Fuchs, M. & Wagner, G. A. (2003): Recognition of insufficient bleaching by small aliquots of quartz for reconstructing soil erosion in Greece. Quatern. Sci. Reviews 22, 1161-1167.

Glasmacher, U. A., Lang, M., Klemme, S., Moine, B., Barbero, L., Neumann, R. & Wagner, G. A. (2003): Alpha-recoil tracks in natural dark mica: Dating geological samples by optical and scanning force microscopy. Nuclear Instruments and Methods B 209, 351-356.

Hauptmann, A., Schmitt-Strecker, S., Begemann, F. & Palmieri, M. (2003) Chemical Composition and Lead Isotopy of Metal Objects from the „Royal“ Tomb and Other Related Finds at Arslantepe, Eastern Anatolia. Paléorient, 28/2, 43-70.

Hauptmann, A.: Rationales of liquefaction and metal separation in earliest copper smelting: basics for reconstructing chalcolithic and Early Bronze Age smelting processes. In: Archaeometallurgy in Europe. Proc. Internat. Conference, Milano 2003, 459-468.

Hauptmann, A. (2003) Developments in Copper Metallurgy During the Fourth and Third Millennia BC at Feinan, Jordan. In: P.T. Craddock & J. Lang (eds), Mining and Metal Production Through the Ages, 90-100. British Museums Press, London.

Hauptmann, A., Rehren, Th. & Schmitt-Strecker, S. (2003): Early Bronze Age copper metallurgy at Shahr-i Sokhta (Iran), reconsidered. In: Stöllner, Th., Körlin, G., Steffens, G. & Cierny, J. (Hrsg.): Man and Mining – Mensch und Bergbau. Studies in honour of Gerd Weisgerber on occasion of his 65th birthday. Der Anschnitt, Beiheft 16, 197-214.

Greilich, S., Glasmacher, U.A. & Wagner, G. A. (2002): Spatially resolved detection of luminescence: a unique tool for archaeochrometry. Naturwissenschaften 89, 371-375.

Kalchgruber, R., Fuchs, M, Murray, A.S. & Wagner, G. A. (2003): Evaluating dose-rate distributions in natural sediments using -Al2O3:C. Radiation Measurements 37, 293-297.

Lang, M., Glasmacher, U. A., Neumann, R. & Wagner, G. A. (2003): Etching behaviour of alpha-recoil tracks in natural dark mica studied via artificial ion tracks. Nuclear Instruments and Methods B 209, 357-361.

Prange, M., Ambert, P. & Strahm, C.: Geochemical and lead isotope characterisation of copper ores and metal objects from Cabrières/Herault, Languedoc, S-France. In: Archaeometallurgy in Europe. Proc. Internat. Conference, Milano 2003, 283-292.

Wagner, G. A. & Glasmacher, U. A. (2003): Archäometrie Physikalische Uhren zur Frühzeit des Menschen, Biologie in unserer Zeit 33, 302-308.

Wagner, G. A., Greilich, S. & Kadereit, A. (2003): Lumineszenzdatierung - Kaltes Leuchten erhellt die Vergangenheit. Physik in unserer Zeit 34/4, 160-166.

Wagner, G. A., Wagner, I., Öztunalı, Ö., Schmitt-Strecker, S. S., Begemann, F. (2003): Archäometallurgischer Bericht über Feldforschung in Anatolien und Blei-isotopische Studien an Erzen und Schlacken. Der Anschnitt, Beiheft 16, 475-494.

Wagner, G. A., Wagner, I. B., Wiggenhorn, H. (2003): Thermolumineszenz-Datierung an Eisenverhüttungsplätzen der Schwäbischen Alb. Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg 86, 165-166.

Bartelheim, M. (2002): Rezension zu Radomír Pleiner, Iron in Archaeology. The European Bloomery Smelters. Praha 2000. Archeologické Rozhledy 54, 963-965.

Haustein, M., Roewer, G., Krbetschek, M.R., Pernicka, E. (2003): Dating archaeometallurgical slags using thermoluminescence. Archaeometry 45, 519-530.

Haustein, M., Krbetschek, M.R., Pernicka, E. (2003): Influence of radiation used by security control at airports on the TL signal of quartz. Ancient TL 21, 7-10.

Iliev, I., Kuleff, I., Adam, J., Pernicka, E. (2003): Electrochemical lead separation from copper, copper alloy, silver and silver alloy for isotope ratio determination in archaeometric investigations. Analytica Chimica Acta 497, 227-233.

Junk, S.A., Pernicka, E. (2003): An assessment of osmium isotope ratios as a new tool to determine the provenance of gold with platinum group metal inclusions. Archaeometry 45, 313-331.

Niederschlag, E., Pernicka, E., Seifert, Th., Bartelheim, M. (2003): Determination of Lead Isotope Ratios by Multiple Collector ICP-MS: A case study of Early Bronze Age Artefacts and their possible relation with ore deposits of the Erzgebirge. Archaeometry 45, 61-100.

Boroffka, N.G.O., Bajpakov, K.M., Achatov, G.A., Eržanova, A., Lobas, D.A., Savel'eva, T.V., Adam, J. (2003): Ein Metallkessel aus dem Vorland des Aral-Sees. Eurasia Antiqua 9, 221-236.

Bartelheim, M. (2003): Rezension zu: Lutz Klassen, Frühes Kupfer im Norden. Untersuchungen zu Chronologie, Herkunft und Bedeutung der Kupferfunde der Nordgruppe der Trichterbecherkultur, Jutland Archaeological Society publications 36, HÝjbjerg 2000. Praehistorische Zeitschrift 78, 231-235.

Pernicka, E., Adam, J. (2003): Analyse d'isotopes du plomb sur des objets métalliques: essai de détermination des origines. In: C. Rolley (ed.): La Tombe Princière de Vix. Picard, Paris, pp. 278-285.

Boroffka, N., Cierny, J., Lutz, J., Parzinger, H., Pernicka, E., Weisgerber, G. (2003): Bronze Age Tin from Central Asia: Preliminary Notes. In: K. Boyle, C. Renfrew, M. Levine (eds.): Ancient interactions: east and west in Eurasia. McDonald Institute for Archaeological Research, Cambridge, pp. 135-159.

Liversage, D., Pernicka, E. (2003): An Industry in Crisis? Copper Alloy Impurity Patterns near the End of the Hungarian Bronze Age. In: Erzsébet Jerem and Katalin T. Biró (eds.): Archaeometry 98, Proceedings of the 31st Symposium, Budapest, April 26 - May 3 1998, Archaeolingua Central European Series 1, BAR International Series S1043, Volume II, 417-431.

Bartelheim, M., Eckstein, K., Pernicka, E., Huijsmans, M., Krauß, R. (2003): Chalcolithic metal extraction in Brixlegg, Austria. In: Proc. of the Intern. Conf. Archaeometallurgy in Europe, Milan, 24-26 September 2003, Vol. 1, 441-448 (2003). Associazione Italiana di Metallurgia, Milano.

Gillis, C., Clayton, R., Pernicka, E., Gale, N.H (2003).: Tin in the Aegean Bronze Age. In: METRON. Measuring the Aegean Bronze Age. Proceedings of the 9th International Aegean Conference, New Haven, Yale University, 18-21 April 2002, edited by Karen Polinger Foster and Robert Laffineur. Aegaeum 24, 103-110.

Kuleff, I., Pernicka, E., Gergova, D., Iliev, I. (2003): Chemical and lead isotope composition of lead artefacts from ancient Thracia. In: Proc. of the 3rd Int. Conf. on Instrumental methods of Analysis, Modern Trends and Applications, 23-27 September 2003, Thessaloniki, Greece, pp. 15-18.

Meliksetian, Kh., Badalyan, R., Avetissyan, P., Pernicka, E. (2003): Geochemical characterisation of Armenian Early Bronze Age metal artefacts and their relation to copper ores. In: Proc. of the Intern. Conf. Archaeometallurgy in Europe, Milan, 24-26 September 2003, Vol. 1, 597-606. Associazione Italiana di Metallurgia, Milano.

Meliksetian, Kh., Avetissyan, P., Pernicka, E., Simonyan, H. (2003): Chemical and lead isotope characterisation of Middle Bronze Age bronzes and some Iron Age antimony objects (Armenia). In: Proc. of the Intern. Conf. Archaeometallurgy in Europe, Milan, 24-26 September 2003, Vol. 2, 311-318. Associazione Italiana di Metallurgia, Milano.

Schreiner, M., Heimann, R.B., Pernicka, E. (2003): Mineralogical and geochemical investigations into prehistoric smelting slags from Tepe Sialk / Central Iran. In: Proc. of the Intern. Conf. Archaeometallurgy in Europe, Milan, 24-26 September 2003, Vol. 1, 487-496. Associazione Italiana di Metallurgia, Milano.

Schwab, R., Höppner, B., Pernicka, E (2003): Studies in Technology and Provenance of Iron Artefacts from the Celtic Oppidum of Manching (Bavaria). In: Associazione Italiana di Metallurgia (ed.): Archaeometallurgy in Europe, International Conference 24-26 September 2003, Milan, Italy, Proceedings Vol. 1, Milano 2003, 11-16.

Schwab, R. (2003): Von der Restaurierung archäologischen Kulturgutes zur Archäometallurgie. In: M. Knaut, M. Koerber (Red.): Freigelegt. Zehn Jahre Studium Restaurierung / Grabungstechnik in Berlin. Berliner Beiträge zur Konservierung von Kulturgut und Grabungstechnik 1, Berlin 2003, 36-37.

Dissertationen
(abgeschlossen in den letzten zwei Jahren)

Schwedt, A., 2004, Untersuchung von (Spuren-)Elementkonzentrationsprofilen in archäologischer Keramik mittels Neutronenaktivierungsanalyse, Universität Bonn

Dipierro S. (2002) "Domestic production versus pottery exchange during the Final Neolithic: characterization of the Auvernier-cordé ceramics from the Portalban and St. Blaise settlements, Western Switzerland". Universität Fribourg

Fabig A (2002) Spurenelementuntersuchungen an bodengelagertem Skelettmaterial. Validitätserwägungen im Kontext diagenetisch bedingter Konzentrationsänderungen des Knochenmaterials. Dissertation, Universität Göttingen

Gerstenberger J (2002) Analyse alter DNA zur Ermittlung von Heiratsmustern in einer frühmittelalterlichen Bevölkerung. Dissertation, Universität Göttingen

Greilich S. (2004) Über Datierung von Gesteinsoberflächen mittels optisch stimulierter Lumineszenz. Universität Heidelberg

Haustein M. (2002): Lumineszenzdatierungen an historischen Metallhüttenschlacken, TU Freiberg

Hilfrich U. (2004) Bioanorganische Chemie in der Restaurierung: Zur Reaktivität von Metallkomplexbildnern auf historischen Gemäldeoberflächen. Universität Tübingen

Kalchgruber, R. (2002): a-Al203:C als Dosimeter zur Bestimmung der Dosisleistung bei der Lumineszenzdatierung, Universität Heidelberg

Schilles Th. (2002): Die Infrarot-Radiolumineszenz von Feldspäten und ihr Einsatz in der Lumineszenzdatierung, Universität Heidelberg

Junk M. (2004): Material properties of copper alloys containing arsenic, antimony, and bismuth: The material of Early Bronze Age ingot torques. TU Freiberg

Diplom-/Magister-/Staatsexamensarbeiten
(abgeschlossen in den letzten zwei Jahren)

Arndt, Ursula: Molekulare Phylogenie und Diversität des ausgestorbenen Höhlenlöwen, Panthera leo spelaea (Goldfuss 1810) auf der Grundlage mitochondrialer DNA-Sequenzen aus pleistozänen Knochenfunden.- Magisterarbeit (Betreuer: K. W. Alt).

Bartels A (2002) Verwandtschaftsrekonstruktion beim Rotfuchs Vulpes vulpes durch molekulargenetische Analysen an degradierten Gewebeproben. Diplomarbeit, Georg-August-Universität Göttingen.

Becker, J. (2003) Phosphatuntersuchungen an Bodenproben aus Schlitzgruben. Diplomarbeit, TU Freiberg (Betreuer: E. Pernicka).

Busse C (2002) Entwicklung einer Methode zur Datierung archäologischer Keramik mittels Optisch Stimulierter Lumineszenz. Diplomarbeit, Universität Regensburg.

Czerwinski, Petra: aDNA-Sequenzierung des Cytochrom b Gens aus frühneolithischen Knochen des europäischen Auerochsen (Bos primigenius) und Hausrinds (Bos taurus). Zur Unterscheidung von postmortalen DNA-Schäden und Artefakten von Polymorphismen und zur Authentifizierung von aDNA-Sequenzen.-Diplomarbeit. (Betreuer: K. W. Alt).

Dürrwächter, Claudia: Archäometrische Analysen zur ökonomischen und kulturellen Transition beim Übergang vom Früh- zum Mittelneolithikum.- Magisterarbeit (Betreuer: K. W. Alt).

Gumprich (2004) Archäometrische Untersuchungen an den Goldteilen aus dem Hortfund von Nebra. Diplomarbeit, TU Freiberg (Betreuer: C. Neelmeijer, Rossendorf, E. Pernicka).

Hanisch, Dorin: Bioimpedanzanalytische Untersuchung der Körperzusammensetzung an ein- und zweieiigen Zwillingen.-Magisterarbeit (Betreuer: K. W. Alt).

Hunger, K. (2003) Versuche zur 14C-Datierung von archäologischen Eisenartefakten mit AMS. TU Diplomarbeit, Freiberg (Betreuer: W. Kretschmer, Erlangen, E. Pernicka).

Kunstmann, L. (2004) Archäologische und archäometallurgische Untersuchungen zum Röstprozess in der spätbronzezeitlichen Kupfermetallurgie in den Ostalpen. Diplomarbeit, TU Freiberg (Betreuer: H. Presslinger, Leoben, E. Pernicka).

Löbig, Frank: Evaluation der Methoden zur Bestimmung des Individualalters an kindlichen Fossilfunden.-Magisterarbeit (Betreuer: K. W. Alt).

Mödlinger, M. (2002) Metallographisch – analytische Untersuchungen an einem spätantiken Hortfundvom Buschberg, Niederösterreich. Universität Wien.

Müller B (2002) Design einer Multiplex-PCR zur Typisierung von Y-STR Haplotypen aus degradierter DNA. Diplomarbeit, Georg-August-Universität Göttingen.

Nickel, D. (2003) Archäometrische Untersuchungen zum Hortfund von Nebra. Diplomarbeit, TU Freiberg (Betreuer: E. Pernicka).

Oehmichen, D. (2004) Chemisch-physikalische Untersuchungen an den Renaissance-Gipsformen des Bernard Palissy: Herstellungstechniken und Alterungsprozesse. Diplomarbeit, TU Freiberg (Betreuer, A. Bouquillon, Paris, E. Pernicka)

Rödder, Simone: Genomsequenz o(de)r genome sequence? Die Darstellung der Entschlüsselung des menschlichen Erbguts in deutschen und britischen Medien.-Diplomarbeit. (Betreuer: K. W. Alt).

Schreiner, M. (2002) Mineralogical and geochemical investigations into prehistoric smelting slags from Tepe Sialk/Central Iran. Diplomarbeit, TU Freiberg (Betreuer: R. Heimann, E. Pernicka).

Tehrani-Modarressi D. (2003) Ein Ensemble frühlatenezeilicher Metallverarbeitung aus der Siedlung von Eberdingen-Hochdorf (Lkr. Ludwigsburg). Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Wanner, Isabel Sora: Die Maya vom Xcambó (Yukatan, Mexiko) – eine osteometrische Studie.- Magisterarbeit (Betreuer: K. W. Alt).

Winterholler, B. (2004) Untersuchungen zur Mobilität archäologischer Gruppen anhand von Strontiumisotopenverhältnissen. Diplomarbeit, TU Freiberg (Betreuer: V. Heyd, E. Pernicka).

Stellengesuch

Dr. Uwe Hilfrich (vgl. Dissertationen), z.Z. Physiologisch Chemisches Institut der Universität Tübingen, Hoppe-Seylerstrasse 4, D-72076 Tübingen, Stellenangebot erwünscht!

Verschiedenes

Geisteswissenschaften im Dialog

Nach dem erfolgreichen Mainzer Symposium "Hightec für die Vergangenheit", zu dem im September 2003 mehrere hundert Experten und Laien im Mainzer Schloss zusammengekommen waren, fand am 11.12.03 im Kunstmuseum Bonn eine weitere öffentliche Vortragsreihe statt, die das Thema Archäometrie zum Inhalt hatte. Sie wurde im Rahmen der Veranstaltung "Geisteswissenschaften im Dialog" von der Union der Deutschen Akademien und der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz veranstaltet. Die Vortragsreihe hatte den Titel "Sternstunde der Ureuropäer - Die Himmelsscheibe von Nebra". Nach einer Einführung in das Thema (PD Dr. A. Hauptmann, Deutsches Bergbau-Museum Bochum) behandelten drei Beiträge die Fundgeschichte und archäologische Interpretation (Dr. Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt), die naturwissenschaftliche Untersuchungen (Prof. Dr. Ernst Pernicka, TU-Freiberg) und die astronomischen Aspekte dieses spektakulären Fundes (Prof. Dr. Wolfhard Schlosser, Ruhr-Universität Bochum).

Die Vorträge waren nicht nur Dank der enormen Publizität der Himmelsscheibe eine sehr gute Gelegenheit, um einmal mehr die erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Geistes- und Naturwissenschaften in Deutschland, die Archäometrie, der Öffentlichkeit zu präsentieren. Weit über 200 Zuhörer waren anwesend, darunter zahlreiche prominente Vertreter von Politik und Wissenschaften. Den Vorträgen folgte eine ausgesprochen rege Diskussion, die sich schließlich bei einem Stehempfang beim Wein noch lange fortsetzte.

A. Hauptmann, Bochum

 

Kompaktkurs Sharing Conservation Decisions 2004

3-26 November 2004, Rome and Florence (Italy)
ORGANIZATION: ICCROM (International Centre for the Study of the Preservation and Restoration of Cultural Property) Istituto Centrale del Restauro ICR, Rome Opificio delle Pietre Dure OPD, Florence Institut National du Patrimoine INP, Département de la formation des restaurateurs Paris 
The purpose of this course is to understand the process by which different heritage professionals share conservation and restoration decisions. At the core of this process is the need to understand the various meanings and values of cultural materials. To understand the decision-making process and its related effects, different stakeholders, institutional contexts, access to resources, schools of thought, trends in the conservation, and the use of cultural heritage must be taken into account. The course will focus on the interdisciplinary character of the conservation decision-making process and its impact of on heritage.
The course is an intensive program combining theory and practice, through use of case studies, discussion groups, workshops, and site visits. Current and/or recent projects undertaken by ICCROM,  ICR, OPD and INP will be presented in situ to the participants, in order for the participants to analyse the conservation decision-makingprocesses undertaken, and the interdisciplinary activities such decisions  require. Participants will have the opportunity to expand their existing knowledge, and to debate the various methods and expertise required to make conservation and restoration decisions. The course will develop the following themes in-depth: the legislative context political issues, and communications and advocacy strategies relevant for various stakeholder groups
A maximum of 18 participants will be selected, taking into account that a good balance between various professions is necessary for the course. The course is open to conservators, restorers, art historians, architects, archaeologists, anthropologists, conservation scientists (chemists, physicists, biologists), managers (both administrative and site managers), museologists, curators, registrars, communications and public relations professionals, and so on, who are actively involved in heritage preservation projects and/or public access to related resources. At least five years of working experience is required. Preference will be given to candidates involved in training activities or who are heads of conservation teams. Candidates are encouraged   to submit a 1000-word statement describing their experiences   regarding  the process of conservation decision-making.
LECTURERS: Art historians, archaeologists, conservators, restorers, conservation scientists, legal experts, public advocacy experts in the field of cultural heritage, and other professionals from leading institutions in Italy, France and other parts of the world.
COURSE FEE: 900 euros. Only a limited number of ICCROM scholarships will be available for candidates who demostrate that their participation cannot be otherwise funded. Candidates are strongly advised to seek financial aid from other sources such as governements, employers and foundations. A minimum of 1400 euros for living costs will be required for the four week duration of the course in Rome
APPLICATION: Please use the general ICCROM application form which is available at the address below or at the website: www.iccrom.org, ICCROM, Training Information and Fellowships Office, 13, Via di San Michele, I-00153 ROME, ITALY, e-mail: collections@iccrom.org
APPLICATION DEADLINE: 30 April 2004
ICCROM, Office of Communication & Information, Bureau, Communication et Information, Tel: ++39 06 58553303, Via di San Michele, 13, I-00153 Rome, Italy, http://www.iccrom.org 

 

COST Action G8: Non-destructive analysis and testing of museum objects

The conservation and preservation of our cultural heritage has become one of the main concerns within Europe today.  In particular, the increasing need for non-destructive investigations is a major issue, as sampling is in most cases restricted in view of the value or the uniqueness of the object.  Even in cases that allow sampling, non-destructive testing offers the possibility of obtaining more information about one specific sample as complementary techniques may be applied.
In the analytical sciences many non-destructive techniques are available, such as e.g. ion beam analysis, autoradiography and optical spectroscopy, all of which can, in principle, be used in this field.  Museums, however, do not always have access to these techniques, while many of these research instruments and analytical facilities are located in specialized research institutes, as they require very specific expertise.  Some techniques may still need to be introduced and established in the field of cultural heritage.
It is for these reasons that COST Action G8 has been established, which aims at creating an environment that enables the co-operation and interaction between people directly concerned with the maintenance of our cultural heritage (i.e. art historians, archaeologists and conservators) and researchers in the natural sciences (i.e. physicists, chemists, material scientists, etc.). COST is an intergovernmental framework for European cooperation in the field of scientific and technical research, allowing the coordination of nationally funded research projects on a European level.
COST Action G8 has three main scientific activities.  The first one includes organizing short term scientific missions (STSMs) between participating institutions.  The goal of these missions (5 days - 1 month) involves the training of scientists of both professional groups in the others’ field as well as to transfer practical experience between the European countries.  Secondly, regular meetings in the form of workshops are organized to exchange knowledge in a broader group, to discuss new themes and to build interest and create possibilities for new collaborations.  Thirdly, separate working group meetings have been created.  The working groups allow a close collaboration and an extended and efficient exchange of knowledge within a specific topic and provide therefore a more efficient way of publishing the obtained results.
COST Action G8 started on December 21, 2000 and will run for four and a half years. 
At the time of writing twenty countries have joined.  For further details and information about the possibility of joining the Action, please visit our website at http://srs.dl.ac.uk/arch/cost-g8 or contact the chairperson, Prof. Annemie Adriaens (Annemie.Adriaens@UGent.be).

A. Adriaens, Gent, February 2004

 

Präventive Konservierung: Vom Messornat zum Aktionismus: Erfahrungen und Ergebnisse eines Forschungsprojekts zur Aufbewahrung von empfindlichen Objekten in nicht klimatisierten Museumsdepots. Workshop, Kunsthistorisches Museum Wien, Freitag, 07. Mai 2004

Der Workshop „Präventive Konservierung“ richtet sich an Fachleute aus Museen oder anderen Institutionen, die mit der Betreuung empfindlicher historischer Objekte aus Textilien, Leder, Metall u.ä., sowie zeitgenössischer Objekte mit Verwendung organischer Stoffe (wie Blut oder Lebensmitteln) betraut sind. Er präsentiert die Ergebnisse eines an der Wagenburg durchgeführten, zweijährigen Forschungsprojektes zur Entwicklung einer kostengünstigen und wartungsarmen Standard-Verpackungslösung für die Aufbewahrung derartiger Objekte in nicht klimatisierten (Museums-) Depots. Das vom Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft (FFF) geförderte Projekt war eine Kooperation zwischen dem Kunsthistorischen Museum (Wagenburg und Naturwissenschaftliches Labor) und dem Verpackungsinstitut (ofi) des Österreichischen Forschungsinstituts für Chemie und Technik.
It is f Für viele Sammlungen, von den großen Museen, über Kirchen und Klöster, bis hin zu den kleinen Lokalmuseen, ist die Einrichtung professioneller Depots mit optimalen konservatorischen Bedingungen aus Kosten- oder Platzgründen nicht möglich. Für jene Häuser, die Objekte aus Textilien, Leder oder sonstigen organischen Substanzen (wie sie etwa im Aktionismus verwendet werden) beherbergen, ist darüber hinaus auch der Schutz vor Schadinsekten ein akutes Problem.
Ausgehend von dieser Problematik wurden im Wagenburg-Depot mehrere Gruppen vergleichbarer textiler und lederner Objekte mit Dekor aus Edelmetall in transparente Kunstofffolien verpackt. Ziel war es, sie einerseits vor Schadstoffen, Klimaschwankungen und Schadinsekten zu schützen und andererseits durch die Transparenz des Materials eine regelmäßige Überwachung des Zustands der verpackten Objekte zu ermöglichen.
Über einen Zeitraum von 1,5 Jahren wurde (aufbauend auf international bereits verbreiteten Lösungen) die Eignung verschiedener Folientypen, die Möglichkeit zur Beeinflussung bzw. Stabilisierung der klimatischen Bedingungen in den Verpackungen, sowie das Pro und Contra einer sauerstofffreien Lagerung getestet.
Die dabei gemachten Erfahrungen, die durchaus einige Überraschungen boten, werden im Rahmen des Workshops präsentiert und mit ExpertInnen aus dem Bereich der präventiven Konservierung und FachkollegInnen aus dem Museumsbereich offen diskutiert. Dieser Diskurs soll dazu beitragen, die Entwicklung einer vertriebsfähigen Standard-Verpackungslösung auf eine breitere Basis zu stellen und an die Bedürfnisse möglichst vieler Sammlungen und Objektarten anzupassen.

M. Griesser, Wien, April 2004

Anhang

Fördermöglichkeiten

BMBF Förderschwerpunkt:
Neue naturwissenschaftliche Methoden und Technologien in den Geisteswissenschaften (NTG)

Gegenstand der Förderung

Vom BMBF werden seit 1989 Vorhaben gefördert, in deren Mittelpunkt geisteswissen­schaftliche Fragen stehen, die im Dialog zwischen Natur- und Geisteswissenschaftlern bearbeitet werden. Zur Lösung dieser Fragestellungen wird durch den Einsatz neuer Technologien (naturwissenschaftlich-technische Methoden, Verfahren oder Geräte) ein auf anderem Wege nicht erreichbarer Beitrag ge­leistet. Bereits mit BMBF-Mitteln in Forschungszentren, Universitäten und Industrie entwickelte neue Methoden und Geräte sollen für die Anwendung auf geisteswissenschaftliche Fragestellungen weiter­entwickelt und zum Einsatz gebracht werden.

Aktuelle Forschungsbereiche

Die bearbeiteten Fragestellungen stammen zum überwiegenden Teil aus der archäologischen For­schung, der Kunstgeschichte und der Literaturwissenschaft. Die verschiedenen eingesetzten naturwis­senschaftlichen Methoden und technischen

·Materialanalyse (Artefakte und Biomaterialien),

·Formanalyse,

·Datierung und

·Ortung

kulturhistorisch bedeutender Objekte, Dokumente oder historischer Stätten eingesetzt. Beispiele sind in einer Broschüre zum Förderschwerpunkt aufgeführt. Das Förderprogramm "Neue naturwissenschaftli­che Methoden und Technologien in den Geisteswissenschaften (NTG)" wird von dem Projektträger Biologie, Energie und Umwelt am Forschungszentrum Jülich betreut.

Studiengänge Archäometrie

Archäometrie kann in Deutschland und Großbritannien studiert werden als

Bochum

Im SS 2004 werden an der Ruhr-Universität Bochum im Rahmen der gestuften Studiengänge Veranstaltungen zur Archäometrie im Optionalbereich angeboten sowie Veranstaltungen zur Montanarchäologie.
Ab WS 2004/2005 wird an der Ruhr-Universität Bochum im Rahmen der gestuften Studiengänge Veranstaltungen zur Archäometrie im Ergänzungsbereich (Masterphase) angeboten (siehe Lehraktivitäten an Hochschulen/Bochum).

Frankfurt am Main

Teilstudiengang "Archäometrie" mit Abschluss M. A. an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (http://www.rz.uni-frankfurt.de/zsb/stud_ang.htm)

Freiberg

Diplom-Studiengang "Archäometrie/Industriearchäologie" an der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie der Technischen Universität Bergakademie Freiberg (http://www.am.tu-freiberg.de/pdf/so.pdf , siehe Profile/Archäometrie/TU Freiberg). Ab dem Wintersemester 2003/04 wird die Studienrichtung Archäometrie nicht mehr angeboten. Voraussichtlich wird der Studiengang nur mit der Vertiefung "Industriearchäologie" ohne die Vertiefungsrichtung "Archäometrie" weitergeführt.

London

MSc in Technology and Analysis of Archaeological Materials (1-jähriger Studiengang, aufbauend auf BA / BSc bzw. Vordiplom) (siehe Lehraktivitäten an Hochschulen/London, http://www.ucl.ac.uk/archaeology)

Würzburg

In Würzburg war es aus verschiedenen Gründen bislang nicht möglich, einen Nebenfach-Studiengang Archäometrie offiziell zu installieren. Eine Archäometrieausbildung wird aber indirekt dadurch ermöglicht, dass die Studenten der Archäologie das Fach Mineralogie als Nebenfach belegen können. Dabei werden neben dem normalen Lehrangebot für Mineralogen auch spezielle Lehrveranstaltungen zur Archäometrie angeboten (http://www.uni-wuerzburg.de/mineralogie/schuessler/html/studienberatung.html#Nebenfacharchologie).

Profile archäometrisch arbeitender Institutionen
alphabetisch nach Standorten geordnet;
falls das Profil Ihrer Institution noch nicht aufgeführt oder nicht mehr aktuell sein sollte, haben Sie es vermutlich versäumt, dies der Redaktion mitzuteilen

Institution:                              Institut für Prähistorische und Naturwissenschaftliche Archäologie IPNA
Universität Basel
Spalenring 145, CH-4055 Basel
Tel. ++41 61 201 02, Fax ++41 61 201 02 55/3500
Email: Pia.Vogt@unibas.ch
www.unibas.ch/arch, und zwar NEU unter IPNA

Beteiligte Personen:             Prof. Dr. Stephanie Jacomet u.a.

Forschungsinteressen:        Archäobiologie, Geoarchäologie

siehe:                                       Lehraktivitäten an Hochschulen/Universität Basel

Institution:                                Lehrstuhl Geomorphologie
Universität Bayreuth
D - 95440 Bayreuth
Tel.: 0921 – 552266
Fax: 0921 – 552314
ludwig.zoeller@uni-bayreuth.de
http://www.uni-bayreuth.de/departments/geomorph/

Beteiligte Personen:          Prof. Dr. L. Zöller, Dr. M. Fuchs, Dr. U. Hambach

Forschungsinteresse:        Geoarchäologie, Paläogeographie, Lumineszenzdatierung, Paläo- und Umweltmagnetik, Trockenräume, Mediterrane Räume

Institution:                              Arbeitsgruppe Archäometrie
Institut für Chemie
Freie Universität Berlin
Fabeckstraße 34-36, D-141905 Berlin
Tel. 030-838 52417, Fax. 030-838 52424
schnarch@chemie.fu-berlin.de
http://userpage.chemie.fu-berlin.de/fb_chemie/iac/agsimon/analhome.html

Beteiligte Personen:             PD Dr. Gerwulf Schneider

Forschungsinteressen:        Archäokeramologie (geochemische, petrologische und technologische Analyse archäologischer Keramik): Klassifizierung von Massenfunden, Herkunftsbestimmungen der Rohstoffe, Rekonstruktion der Herstellungstechnik, Bestimmung der keramischen und der Gebrauchseigenschaften
Untersuchung von Engoben, Glasuren, Glas, Pigmenten, Wandmalerei, Mörtel und Stein
Schwerpunkte: römische bis mittelalterliche Keramik (Mitteleuropa, Mittelmeer- und Schwarzmeerraum, Vorderer Orient), neolithische Keramik in Griechenland, Keramik verschiedener Perioden in der Türkei, im Sudan und Mexico, islamische glasierte Keramik, Kochtopfkeramik

siehe:                                       Laufende Forschungsprojekte/Keramik
Lehraktivitäten an Hochschulen/FU-Berlin

Institution:                              eastern atlas - Geophysikalische Prospektion
Große Hamburger Str. 17
10115 Berlin-Mitte
Tel.
(030) 9700 5409, Fax: (030) 9700 5414
info@eastern-atlas.de
http://www.eastern-atlas.de

Beteiligte Personen:         Dipl.-Geophys. Cornelius Meyer, Dipl.-Geophys. Burkart Ullrich

Forschungsinteressen:      Komplexe Geophysikalische Erkundung

                                                  Methodenentwicklung: Tomografische Verfahren
GIS und CAD-Umsetzung von Prospketionsergebnissen

siehe:                              Laufende Forschungsprojekte

Institution:                              Fachbereiche Archäometallurgie und Montanarchäologie
Forschungsstelle Archäologie und Materialwissenschaften
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Hernerstrae 45, D-44787 Bochum
Tel.: 0234 968 4031/4041, Fax: 0234 968 4040
Email: andreas.hauptmann@bergbaumuseum.de; thomas.stllner@bergbaumuseum.de
www.bergbaumuseum.de <?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Beteiligte Personen:             PD Dr. Andreas Hauptmann, Dr. Michael Prange, PD Dr. Thomas Stöllner, PD Dr. Ünsal Yalcin

Forschungsinteressen:        Technologie der Kupfer- und Eisengewinnung und -verarbeitung in der Alten Welt, Gewinnung und Verbreitung von Kupfer aus dem Gebiet von Feinan/Jordanien, frühe Pyrotechnologie in Anatolien, Keramik, Bergbau und Rohstoffgewinnung im Vorderen Orient, Kupfer- und Salzbergbau in Österreichs Alpen

siehe:                                       Lehraktivitäten an Hochschulen/Bochum
Studiengänge Archäometrie
Laufende Forschungsprojekte/Metallurgie

Institution:                              Arbeitsgruppe Archäometrie
Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik, Universität Bonn
Nussallee 14-16, D-53115 Bonn
Tel.: 0228 - 732534, -732203(Sekret.), Fax: 0228 - 732505
mommsen@iskp.uni-bonn.de
http://www.iskp.uni-bonn.de/gruppen/mommsen/top.html

Beteiligte Personen:             Prof. Dr. H. Mommsen

Forschungsinteressen:        Herkunftsbestimmung von Keramik durch NAA,
geomagnetische Prospektion

siehe:                                       Laufende Forschungsprojekte/Keramik
Lehraktivitäten an Hochschulen/Bonn

Institution:                              Institut für Anorganische und Analytische Chemie
Technische Universität Clausthal
Paul-Ernst-Strasse 4, D-38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel.: 05323-722656, Fax: 05323-722995
Wolfgang.Brockner@tu-clausthal.de
www.iaac.tu-clausthal.de/abtc

Beteiligte Personen:             Prof. Dr. Wolfgang Brockner, Dipl.-Chem. Th. Bolek, Dr. S. Kaufmann, Dr. Ü. Olgay

Forschungsinteressen:        Archäometallurgie, Edelmetallver- und -bearbeitung

siehe:                                       Laufende Forschungsprojekte/Metallurgie
Lehraktivitäten an Hochschulen/Clausthal

Institution:                              Fachgebiet Chemische Analytik
Fachbereichs Material- und Geowissenschaften
Technische Universität
Petersenstr. 23, D-64287 Darmstadt
Tel.:+49-6151-166382, Fax:+49-6151-16637
dg7j@hrzpub.tu-darmstadt.de

Beteiligte Personen:             Dr. Peter Hoffmann

Forschungsinteressen:        merowingerzeitliche Glasperlen, arabische Glasperlen, - georgische Glasperlen, antikes und mittelalterliches transluzides Glas, antike Fälschungen von Münzen, Tinten mittelalterlicher Kirchenschriften, Tinten islamischer Schriften

siehe:                                       Laufende Forschungsprojekte


Institution:                              Institut für Meteorologie und Geophysik
J. W. Goethe-Universität Frankfurt am Main

Feldbergstr. 47, D-60323 Frankfurt a
.M.
Tel. : ++49 (0) 69 798 24 90 8, Fax. : ++49 (0) 69 798 23 28 0
N.Schleifer@geophysik.uni-frankfurt.de
Junge@geophysik.uni-frankfurt.de
http://www.geophysik.uni-frankurt.de

Beteiligte Personen:             Prof. Dr. Andreas Junge, Dipl.-Geophysiker Norbert Schleifer

Forschungsinteressen:        Magnetische und Geoelektrische Prospektion

siehe:                                       Laufende Forschungsprojekte/Prospektion
Studiengänge Archäometrie

Institution:                              Institut für Mineralogie
Johann-Wolfgang Goethe-Universität
Senckenberganlage 28
D-60054 Frankfurt a.M.
Tel. 069 – 79822102, Fax. 28066
brey@em.uni-frankfurt.de
http://www.uni-frankfurt.de/

Beteiligte Personen:         Prof. Dr. G. Brey, Dr. Sabine Klein

Forschungsinteressen:      Herkunftsbestimmung von vorrömischen und römischem Gold, Blei und Kupfer, Herkunft und Verarbeitungstechniken von römischen Buntmetallen, Klassifikation von Keramik, Untersuchung von Glasuren, Gläsern und Pigmenten,  Bestimmung von Eisenschlacken, Echtheitsbestimmungen von archäologischen Funden.

                                                  Methoden: Mulitkollektor-ICP-MS, Laserablation für Spurenelemente, Elektronenstrahlmikrosonde, Röntgenfluoreszenzanalyse, Polarisationsmikroskopie, Metallographie.

siehe:                                       Laufende Forschungsprojekte
Lehraktivitäten an Hochschulen/Frankfurt
Studiengänge Archäometrie

Institution:                              Institut für Archäometrie
TU Bergakademie Freiberg
Gustav-Zeuner-Straße 5, D-09596 Freiberg
Tel. 03731 – 393353, Fax. 392489
ernst.pernicka@am.tu-freiberg.de
martin.bartelheim@am.tu-freiberg.de
http://www.am.tu-freiberg.de

Beteiligte Personen:             Prof. Dr. Ernst Pernicka, Dr. Martin Bartelheim, Dr. Mike Haustein, Bernd Höppner, Kirstin Kasper, Roland Müller, Thorsten Schifer, Marcus Schreiner, Roland Schwab

Forschungsinteressen:        Kupfermetallurgie in der Alten Welt, Ursprung der Zinnbronzetechnologie, Herkunftsbestimmung von Gold, Klassifikation von Keramik, Herkunft und Verarbeitungstechniken von vorrömischen Eisenartefakten, Werkstoffeigenschaften früher Kupferlegierungen, Geochemie von Obsidian, Echtheitsbestimmungen von archäologischen Funden

siehe:                                       Laufende Forschungsprojekte Datierung,/Keramik//Glas/Obsidian/Metallurgie
Lehraktivitäten an Hochschulen/Freiberg
Studiengänge Archäometrie

Institution:                              Departement für Geowissenschaften, Mineralogie und Petrographie, Universität, Pérolles, CH-1700 Fribourg, Schweiz
Tel. 41 (0) 26 - 300 89 30, Fax:  41 (0) 26 / 300 97 65
marino.maggetti@unifr.ch
http://www.unifr.ch/geosciences/mineralogie

Beteiligte Personen:             Prof. Dr. Marino Maggetti, Dr. Vincent Serneels, Dr. Gisela Thierrin, Dr. Sophie Wolf,  Dr. Angela Zanco, 5 DoktorandInnen

Forschungsinteressen:        Keramik, Glas, Mörtel, Schlacken, Verhüttungsprozesse, Wandmalereien, Pigmente, Gesteinsartefakte http://www.unifr.ch/geosciences/mineralogie/Arch0.html

siehe:                                       Lehraktivitäten an Hochschulen/Fribourg


 

Institution:                              Institut für Zoologie und Anthropologie
Historische Anthropologie und Humanökologie
Arbeitsgruppen „alte DNA“, „Biomoleküle“ und Spurenelemente“
Universität Göttingen
Bürgerstraße 50, 37073 Göttingen
Tel. 0551/393642, Fax 0551/393645
anthro@gwdg.de
http://www.anthro.uni-goettingen.de

Beteiligte Personen:             Prof. Dr. Bernd Herrmann, Dr. Susanne Hummel (alte DNA), Dipl.-Biol. A. Fabig (Spurenelemente), Dipl.-Biol. H. Zierdt (Biomöleküle)

Forschungsinteressen:        1) alte DNA: Fragestellungen aus historischer Anthropologie und Archäologie, Festestellung der Verwandtschaft auf genetischer Ebene (Eltern-Kind Beziehung, Zugehörigkeit zu einer Bevölkerung), Materialien aus Archäozoologie, Paläobotanik und Kunstgeschichte, Domestikation von Tieren und Pflanzen, Materialzusammensetzung in anthropogen zusammengestellten und veränderten Werkstoffen, Grundlagenforschung.
2) Biomoleküle
: körpereigene Biomoleküle in historischen Knochen wie DNA und Hormone sowie körperfremde, die durch Aufnahme von Nahrung, Drogen und Arzneimitteln in den Körper gelangen, Extraktion von Sexualhormonen (Steroiden) sowie Alkaloiden und Flavonoiden pflanzlicher Herkunft
3) Spurenelemente
: Spurenelementmuster historischer menschlicher Skelettfunde zur Rekonstruktion von Ernährungsgrundlagen und soziokulturellen Einflussgrößen auf das Nahrungsverhalten, Erfassung beruflicher Elementbelastungen, qualitative Charakterisierung sowie quantitative Erfassung diagenetischer Prozesse und deren Auswirkungen auf die Spurenelementkonzentrationen bodengelagerten Knochenminerals.

siehe:                                       Lehraktivitäten an Hochschulen/Göttingen

Institution:                              Forschungsstelle Archäometrie
der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
am Max-Planck-Institut für Kernphysik
Saupfercheckweg 1, D-69117 Heidelberg
Tel. 06221 – 516 289/335, Fax. 516 633
g.wagner@mpi-hd.mpg.de
www.mpi-hd.mpg.de/archaeometry/

Beteiligte Personen:             Prof. Dr. Günther Wagner, Dr. U.A. Glasmacher, S. Greilich, Dr. A. Kadereit

Forschungsinteressen:        Lumineszenz-Datierung von Sedimenten und Gesteinsoberflächen, Partikelspur-Datierung, Geoarchäologie, Landschaftsrekonstruktion

siehe:                                       Laufende Forschungsprojekte Datierung/Geoarchäologie
Lehraktivitäten an Hochschulen/Heidelberg u. Frankfurt a.M.


Institution:                              Institute of Archaeology UCL
31-34 Gordon Square, London WC1H OPY, U.K.
Tel.
+48-22-6247559, Fax +48-22-8396492
th.rehren@ucl.acuk
http://www.ucl.ac.uk/archaeology

Beteiligte Personen:             Dr. Thilo Rehren, Vincent Pigott, Dafydd Griffiths, Dr. John Merkel, Kevin Reeves, Prakash Dodia

Forschungsinteressen:        Metallurgie mit besonderem Schwerpunkt auf den entwickelten Kulturen der Alten Welt (ab Spätbronzezeit bis Neuzeit), Südamerika und Zentral- und Südost-Asien. Gewinnung und Raffination von Kupfer, Silber, Gold und Blei. Herstellung von Tiegelstahl und Messing im 1. und 2. Jahrtausend nach Christus.
Frühe metallurgische Analytik ('Alchemie') in Spätmittelalter und Frühneuzeit. Korrosion und Konservierung von Kupfer-basierten Artefakten.
Glasproduktion und -färbung in der Spätbronzezeit und Eisenzeit mit besonderem Schwerpunkt auf dem östlichen Mittelmeer (Ägypten und Griechenland).
Technische / industrielle Keramik im Zusammenhang mit Metallurgie: Herstellung von Ägyptisch Blau; Tiegelkeramiken; Entwicklung von Kupellationsmaterialien seit der Frühbronzezeit.

siehe:                                       Laufende Forschungsprojekte Keramik/Glas/Obsidian/Sonstige Materialien/Metallurgie
Lehrveranstaltungen an Hochschulen/London
Studiengänge Archäometrie

Institution:                              Institut für Anthropologie
Arbeitsgruppe Molekulare Anthropologie
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Colonel-Kleinmann-Weg 2, D-55099 Mainz
Tel. 06131 - 39 22313, Fax: 06131 - 39 25132
Minneken@mail.uni-mainz.de
http://www.uni-mainz.de/FB/Biologie/Anthropologie/start.html

Beteiligte Personen:             Prof. Dr. Kurt W. Alt, Dr. Joachim Burger, Dr. Odile Loreille, Sabine Möller-Rieker, Ruth Bollongio, Kinga Balogh, Magdalena Bogus, Wolfgang Haak, Frauke Stock, Anna Linderholm

Forschungsinteressen:        Biomolekulare Archäometrie, Molekulargenetik

siehe:                                       Lehraktivitäten an Hochschulen/Mainz

Institution:                              Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz
Abteilung Archäologie, Amt Mainz
Große Langgasse 29, D-55116 Mainz
Tel. 06131 – 20 16 300 / 302, Fax. 20 16 333

Beteiligte Personen:             Dr. G. Rupprecht, Dr. J. Dolata

Forschungsinteressen:        Archäologische und archäometrische Erforschung der Baumaterialien der Großbauten des römischen Mainz (Steine, Mörtel, Ziegel), Antike Ziegeleigeschichte, Rekonstruktion eines Organisationsbildes römischer Ziegelherstellung, Ziegelstempel

siehe:                                       Laufende Forschungsprojekte: Keramik /Sonstige Materialien

Institution:                              Forschungsgruppe Geomorphologie und Landschaftsentwicklung
Fachbereich Geographie
Philipps-Universität Marburg
Hernerstraße 45 D-35032 Marburg
Tel.: 06421 - 2824261 (Sekret.), Fax: 06421 – 2828950
h.brueckner@mailer.uni-marburg.de
http://www.uni-marburg.de/geographie

Beteiligte Personen:             Prof. Dr. H. Brückner, Dr. M. Handl, Dr. A. Vött, Dr. A. Zander, Dipl.-Geogr. M. Huhmann, Dipl.-Geogr. M. Müllenhoff Dipl.-Geogr. E. Zippel,

Forschungsinteressen:        Geoarchäologie, Paläogeographie, quartäre Landschaftsgenese, Küstenmorphologie, Lumineszenz-Datierungen,

siehe:                                       Lehraktivitäten an Hochschulen/Marburg
Laufende Forschungsprojekte
: Geoarchäologie/Datierung


Institution:                              Arbeitsgruppe Geoarächologie
Institut für Ur- und Frühgeschichte, Abt. Ältere Urgeschichte und Quartärökologie,
Universität Tübingen
Schloss Hohentübingen
D-72070
Tübingen
Tel. ++49 (0)7071/29-76457, Fax. ++49 (0)7071/29-5714, http://www.uni-tuebingen.de/uni/afa/index.html

Beteiligte Peronen:          Nicholas J. Conard  nicholas.conard@uni-tuebingen.de, Katleen Deckers katleen.deckers@uni-tuebingen.de, Paul Goldberg paulberg@bu.edu, (Boston University, Gastprofessur bis August 2004 in Tübingen) Solveig Schiegl solveig.schiegl@uni-tuebingen.de.

Forschungsinteressen:      Fundstellengenese, Mikromorphologie, Phytolithenanalyse, Geoarchäologie paläolithischer Feuerstellen.

nstitution:                               Arbeitsgruppe Knochendiagenese
Institut für Geowissenschaften
Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Universität,
Schloss, D-72070 Tübingen 

Beteiligte Personen:             Dr. Hans-Ulrich Pfretzschner Hans-Ulrich.Pfretzschner@uni-tuebingen.de, Prof. Hans-Peter Uerpmann hans-peter.uerpmann@uni-tuenbingen.de, Thomas Tütken thomas.tuetken@uni-tuebingen.de, Kurt Prangenberg kurt.prangenberg@uni-tuebingen.de, Serge Paulus serge.paulus@uni-tuebingen.de, Mirjam Grünbauer mirjam.schmid@student.uni-tuebingen.de, Corina Knipper corina.knipper@student.uni-tuebingen.de

Forschungsinteressen:        chemische und histologische Veränderungen während der Knochendiagenese, histologische und mineral-chemische Auswertungen von Knochendünnschliffen, experimentelle Untersuchungen zu Fossilisationsprozessen während der Knochenfrühdiagenese, isotopengeochemische Veränderungen von stabilen (O, S, N, C) und radiogenen (Sr, Nd)
Isotopen sowie Seltenen Erd- und Spurenelementen der phosphatischen Mineralphase paläontologischer Großsäugerknochen und Zähne aus verschiedenen neogenen terrestrischen und marinen Diagenesemilieus, Erhaltungsfähigkeit von DNA und Spurenelementgehalten in archäologischen und paläontologischen Menschen- und Tierknochen unter Zuhilfenahme von biochemischen und geochemischen Untersuchungsverfahren. Analyse von stabilen Isotopen (O, C, N) in Pferdezähnen zur Paläoklimarekonstruktion im Holozän in Anatolien und den angrenzenden Gebieten, Molekulare Untersuchungen zur Domestikationsgeschichte der Equiden im Vorderen Orient, Variabilität der
Strontiumisotopie bei ortsstabilen Populationen

stitution:                                  ARCHEA
ul. Ogrodowa 8m95, PL-00-896 Warszawa
Tel.
+48-22-6247559, Fax +48-22-8396492
m.dasz@wp.pl

Beteiligte Personen:             Dr. Malgorzata Daszkiewicz

Forschungsinteressen:        Archäokeramologie (geochemische, petrologische und technologische Analyse archäologischer Keramik): Klassifizierung von Massenfunden, Herkunftsbestimmungen der Rohstoffe, Rekonstruktion der Herstellungstechnik, Bestimmung der keramischen und der Gebrauchseigenschaften
Untersuchung von Engoben, Glasuren, Glas, Pigmenten, Wandmalerei, Mörtel und Stein
Schwerpunkte: römische bis mittelalterliche Keramik (Polen, Mitteleuropa, Mittelmeer- und Schwarzmeerraum, Vorderer Orient), neolithische Keramik in Griechenland, Keramik verschiedener Perioden in der Türkei auf Zypern, im Sudan und Mexiko, islamische glasierte Keramik, Kochtopfkeramik

siehe:                                       Laufende Forschungsprojekte/Keramik


Institution:                              Arbeitsgruppe Kulturgüterschutz am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC), Außenstelle Bronnbach
Bronnbach 28, 97877 Wertheim-Bronnbach
Tel.: 0931 4100701 (Sekret.), Fax: 09314100799
roemich@isc.fhg.de

Beteiligte Personen:             Dr. Hannelore Römich, Dr. Peter Mottner, Dr. Sandra Gerlach

Forschungsinteressen:        Forschung für die Restaurierung und Konservierung, Schadensanalysen, Schadenssimulation, Bewertung von Reinigungsmethoden, Entwicklung und Charakterisierung von Konservierungsmaterialien, Umweltmonitoring, Aufbewahrungsbedingungen für empfindliche Materialien

                                                  Materialien: Glas, Keramik, Glasierte Keramik, Email, Metall, Mosaik

                                                  Methoden: IR-Spektroskopie, UV/VIS, Lichtmikroskopie, REM/EDX, beschleunigte Bewitterungsverfahren etc

siehe:                                       Laufende Forschungsprojekte Glas/Keramik/Metall

Institution:                              Arbeitsgruppe Archäometrie
Institut für Mineralogie
Universität Würzburg
Am Hubland, D-97074 Würzburg
Tel. 0931-888-5422, Fax. 0931-888-4620
uli.schuessler@mail.uni-wuerzburg.de

Beteiligte Personen:             Priv. Doz. Dr. Ulrich Schüßler, Prof. Dr. Martin Okrusch, Dipl. Min. Anne-Mette Christensen

Forschungsinteressen:        Antike und mittelalterliche Gläser; römische Kameogläser; spätmittelalterliche Glashütten: Ofenbauten, Schmelztiegel, Glasfritten, Glasprodukte; Natursteinartefakte: Neolithische Steinäxte, Granat als Verzierung antiker und frühmittelalterlicher Schmuckstücke; Metallüberzüge auf Keramikgefäßen: Zinn auf makedonischer Keramik; mittelalterliche Keramik Niedersachsens; antike Schmuckperlen aus dem Oman und Sri Lanka.

siehe:                                       http://www.uni-wuerzburg.de/mineralogie/schuessler/html/archaeometry.html

Institution:                              Arbeitskreis Archäometrie und Denkmalpflege der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft (DMG http://www.dmg.uni-koeln.de/Index-all.html)

Sprecher:                                Priv. Doz. Dr. Ulrich Schüßler, Institut für Mineralogie der Universität Würzburg, Am Hubland, D-97074 Würzburg, Tel. 0931-888-5422, Fax. 0931-888-4620
uli.schuessler@mail.uni-wuerzburg.de

Interessen:                              Zusammenschluss archäometrisch und denkmalpflegerisch arbeitender Mineralogen, Mitveranstalter der im 18-monatigen Turnus stattfindenden Tagung „Archäometrie und Denkmalpflege“

siehe:                                       http://www.uni-wuerzburg.de/mineralogie/schuessler/arbeitskreis/index.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Redaktion des Archäometrischen Nachrichtenblatts dankt allen, die mit Informationen zum Gelingen dieser Ausgabe beigetragen haben.

Wir bitten die Autoren der Rubrik ‚Profile’ im Interesse eines einheitlichen Stils (1) eine vollständige postalische Adresse, Tel.- und Fax-Nummer und – soweit vorhanden – ihre Homepage anzugeben und (2) die Beschreibung der Forschungsinteressen so knapp wie möglich zu halten. Pro Profil steht maximal eine halbe Seite zur Verfügung. Gegebenenfalls müssen wir Kürzungen vornehmen, wobei sich Fehler einschleichen können. Wir bitten dafür um Entschuldigung und sind für Hinweise dankbar. Denken Sie auch an die gelegentliche Aktualisierung des aufgeführten Profils und der Projekte.

Die nächste Ausgabe erscheint Mitte Oktober (Redaktionsschluss am 10.10.04). Bitte senden Sie Ihre Beiträge unaufgefordert, rechtzeitig und möglichst elektronisch an die Redaktion: g.wagner@mpi-hd.mpg.de